Patientenakquise für Ärzte & Zahnärzte: So gewinnen Sie gezielt neue Patienten

Patientenakquise
Praxisalltag

Um auch langfristig wirtschaftlich arbeiten zu können, ist eine gezielte Patientenakquise heute wichtiger denn je. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Zielgruppe klar definieren, passende Marketingmaßnahmen auswählen und Ihre Praxis erfolgreich am Markt positionieren. So steht der erfolgreichen Patientengewinnung nichts mehr im Wege.

Kurz und knapp

  • Die wirksame und nachhaltige Patientenakquise erfordert eine fundierte Strategie.
  • Wer seine Zielgruppe kennt und deren Bedürfnisse versteht, kann Marketingmaßnahmen gezielt einsetzen.
  • Besonders im Online-Marketing bieten sich heute zahlreiche Chancen, um Wunschpatienten zu gewinnen.

Definition: Was ist Patientenakquise?

Als Patientenakquise werden all jene Maßnahmen bezeichnet, die der Patientengewinnung dienen. Ziel ist es, sowohl neue Patienten zu gewinnen, als auch den bestehenden Patientenstamm zu binden. Hierzu nutzen Ärzte, Zahnärzte, Kliniken, Therapeuten sowie auch Medizinische Versorgungszentren (MVZ) gezieltes Praxismarketing.

Ziele: Wieso ist Patientenakquise für Ärzte & Zahnärzte wichtig?

Die Patientenakquise verfolgt die folgenden Ziele:

Die Patientenakquise ist unter anderem bei Praxisgründungen oder Eröffnungen neuer Standorte wichtig, wenn Sie sich Ihren Patientenstamm als gründender Arzt neu aufbauen müssen.

Doch auch im laufenden Praxisbetrieb kann es notwendig und sinnvoll sein, weitere Patienten oder auch vor allem Privatpatienten und Selbstzahler (für IGeL-Leistungen) zu gewinnen, um die Praxis bestmöglich auszulasten und die Wirtschaftlichkeit zu steigern.

Auch wenn Sie neue Behandlungen anbieten oder innovative Medizingeräte angeschafft haben, ist es sinnvoll, diese im Rahmen Ihres Praxismarketings gezielt in den Fokus zu rücken. So können Sie dafür sorgen, dass sich beispielsweise die Kosten für eine Fortbildung, die es Ihnen erlaubt, eine spezielle neue Behandlungsmethode anzubieten, oder auch für die Anschaffung eines neuen Geräts möglichst schnell amortisieren.

Die Terminplanung ist auch in einer etablierten Arztpraxis eine hohe Kunst. Doch trotz allem Organisationsgeschick, kommt es regelmäßig zu Terminausfällen, Hoch- und Niedrigfrequenzphasen und einer natürlichen Patientenfluktuation. Mit einer Steigerung des Patientenstamms können Sie diesen Leerzeiten entgegenwirken.

Wenn Sie Ihre Praxis bestmöglich auslasten und Ihre Wirtschaftlichkeit/Profitabilität erhöhen möchten, ist es nicht immer notwendig, tatsächlich neue Patienten zu gewinnen. Stattdessen empfiehlt es sich häufig, den Blick auch auf den bisherigen Patientenstamm zu werfen. Denn: Bevor Sie sich auf die Suche nach neuen Patienten begeben, können Sie auch Ihren bestehenden Patienten z. B. zusätzliche Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL), wie z. B. Vorsorgeuntersuchungen, Akupunktur oder professionelle Zahnreinigungen, anbieten oder per Recall-Management an empfohlene Vorsorge- oder Auffrischungstermine erinnern.

Eine gezielte Patientenakquise trägt entscheidend dazu bei, die betriebswirtschaftliche Stabilität Ihrer Praxis zu sichern. Durch eine gute Auslastung, die Ansprache von Privatpatienten oder die Bewerbung margenstarker Leistungen verbessern Sie Ihre Einnahmesituation nachhaltig – ganz ohne Qualitätseinbußen in der Versorgung. So schaffen Sie sich unternehmerische Freiräume für Investitionen, Fortbildungen oder Personalaufbau.

Tipp: Patientenzufriedenheit als Grundlage der Patientenakquise
Zufriedene Patienten sind Ihre besten Botschafter: Wer sich in Ihrer Praxis gut betreut fühlt, empfiehlt Sie eher im Familien- oder Freundeskreis weiter, ganz ohne aktives Praxismarketing. Indem Sie den Fokus auf eine hohe Patientenzufriedenheit legen, schaffen Sie die ideale Grundlage für organisches Wachstum durch persönliche Empfehlungen.

Optimieren Sie gezielt die Patientenkommunikation und den Praxisablauf, etwa durch:

  • ein freundliches, empathisches Praxisteam
  • unkomplizierte Terminvergabe (z. B. online)
  • gute telefonische Erreichbarkeit
  • kurze Wartezeiten
  • verständliche und respektvolle Arzt-Patienten-Gespräche
  • professionelles, patientenorientiertes Verhalten im gesamten Team
  • digitale Services (z. B. durch Online-Anamnese-Formulare)

Extra-Tipp:
Indem Sie regelmäßig Patientenbefragungen durchführen, erkennen Sie frühzeitig Verbesserungspotenzial und können aktiv an einer hohen Patientenzufriedenheit arbeiten, die langfristig zur erfolgreichen Patientenakquise beiträgt.

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Lupe

Arztwerberecht in Kürze

Früher war es Ärzten nahezu unmöglich, aktiv für ihre Leistungen zu werben. Erst mit der Überarbeitung der Musterberufsordnung im Jahr 2006 wurden die Regeln deutlich gelockert. Seitdem dürfen Praxen, Kliniken und auch Heilberufler Marketing gezielt einsetzen – allerdings unter klaren rechtlichen Rahmenbedingungen. Wichtig bleibt: Werbung im Gesundheitswesen muss stets fachlich korrekt, zurückhaltend und sachlich sein.

Das ist erlaubt Das ist verboten
  • Sachliche Information
  • Berufsbezogene Angaben, z. B. die Nennung von:
    • Facharztbezeichnung
    • Spezialisierung
    • Behandlungsspektrum
    • Werdegang / Vita
    • Weiterbildungen
    • Sonstige Qualifikationen
  • Aushändigen von Informationsmaterial
  • Geringwertige Werbeartikel
  • Anpreisende Werbung
  • Irreführende Werbung
  • Vergleichende Werbung
  • Heilversprechen
  • Werbung mit Festpreisen
  • Kostenlose Leistungen
  • Werbung durch Dritte

Die Grundlage für das arztspezifische Wettbewerbsrecht bilden die folgenden Rechtstexte:

Finden Sie in den Rechtstexten keine konkreten Angaben, so kann es im Zweifel hilfreich sein, einen spezialisierten Rechtsanwalt zu konsultieren.

Strategie: Patientenakquise mit Konzept

Damit Marketingmaßnahmen in Ihrer Praxis tatsächlich Wirkung zeigen, braucht es mehr als bloßes Bauchgefühl. Entscheidend ist ein fundierter Plan, der sowohl Ihre Ausgangssituation als auch Ihre konkreten Ziele berücksichtigt. Ein solches Konzept bietet Ihnen eine Orientierung und sorgt dafür, dass einzelne Maßnahmen nicht ins Leere laufen, sondern gemeinsam auf das klare Ziel der erfolgreichen Patientengewinnung hinarbeiten.

Bevor Sie neue Marketingideen entwickeln, sollten Sie sich einen realistischen Überblick über den aktuellen Stand Ihrer Praxis verschaffen. Nur wer weiß, wo er startet, kann den richtigen Kurs festlegen. Die folgenden Leitfragen helfen dabei, relevante Informationen zu sammeln:

  • Praxisstatus: Handelt es sich um eine Neugründung, eine Übernahme oder einen etablierten Betrieb?
  • Patientenzahlen & Kapazitäten: Wie viele Patienten betreuen Sie aktuell? Und wie viel Luft ist nach oben?
  • Erfahrungen im Marketing: Was wurde bisher ausprobiert? Was hat funktioniert und was eher nicht?
  • Digitale Präsenz: Wie sichtbar ist Ihre Praxis derzeit bei Google, in sozialen Netzwerken und auf Bewertungsportalen?
  • Reputation: Welche Rückmeldungen erhalten Sie auf Plattformen wie Google Maps oder Jameda?
  • Wettbewerbsumfeld: Welche Praxen gibt es in Ihrer Umgebung? Wie gut sind diese positioniert?
  • Personelle Ressourcen: Gibt es jemanden, der Zeit und Know-how ins Marketing einbringen kann?
  • Budgetplanung: Können Sie bereits ein grobes Budget für Ihre Marketingaktivitäten festlegen?

Diese Bestandsaufnahme bildet das Fundament für alle weiteren Schritte. Je präziser sie ausfällt, desto gezielter können Sie Ihre Patientenakquise gestalten.

Bevor Sie mit Ihrer Patientenakquise durchstarten, lohnt sich ein genauer Blick auf Ihre Wunsch-Patienten. Wer soll künftig mit welchen Anliegen in Ihrem Wartezimmer sitzen? Denn nur wenn Sie wissen, wen Sie erreichen möchten, können Sie Ihre Marketingmaßnahmen gezielt ausrichten. Statt auf Streuverluste zu setzen, entwickeln Sie auf diese Weise eine klare Grundlage, um die richtigen, gewünschten Patienten zu erreichen. Ziel ist es daher, die Zielgruppe möglichst spitz zu definieren.

Typische Merkmale, mit denen sich Ihre Wunsch-Zielgruppe genauer eingrenzen lässt, sind zum Beispiel:

  • Alter & Geschlecht
  • Versicherungsstatus (gesetzlich, privat, Selbstzahler)
  • medizinische Anliegen oder Krankheitsbilder
  • besondere Bedürfnisse, etwa bei Angstpatienten
  • sozioökonomischer Hintergrund, wie Einkommen oder Bildungsstand
  • individuelle Erwartungen an Behandlung, Service oder Kommunikation

Tipp: Fiktive Personas erstellen
Um sich Ihren aktuellen und gewünschten Zielgruppen anzunähern, können Sie als Arzt Personas entwerfen. Überlegen Sie sich etwa, wer Ihre aktuellen Patienten sind und welche Bedürfnisse und Wünsche einer Ihrer typischen Patienten mitbringt. Entwerfen Sie eine fiktive Person und versuchen Sie, sich in diese Person hineinzuversetzen.

Hinter jeder Terminvereinbarung steckt ein Entscheidungsprozess, der oft länger und komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheint. Die sogenannte „Patient Journey“ beschreibt diesen Weg: vom ersten Symptom oder Informationsbedürfnis bis hin zum Arztbesuch sowie darüber hinaus. Wer versteht, wie seine Patienten denken, suchen und entscheiden, kann genau dort präsent sein, wo es zählt.

Folgende Leitfragen können dabei helfen, die Patient Journey besser zu verstehen:

  • Wo informieren sich Ihre Wunschpatienten über Gesundheitsfragen?
  • Welche Kanäle nutzen sie, um nach einem Arzt oder Spezialisten zu suchen?
  • Welche Beschwerden oder Anliegen bringt Ihre Zielgruppe mit?
  • Sprechen Sie gezielt Menschen aus Ihrer Region an? Oder kommen Patienten auch überregional zu Ihnen?

Beispiel: Patient mit Zahnschmerzen

  1. Symptom: Zahnschmerzen nach Süßigkeitenkonsum
    Ein Patient bemerkt nach dem Verzehr von Schokolade ein plötzliches Ziehen im hinteren oberen Backenzahn. Er fragt sich, ob das auf Karies hindeuten könnte.
  2. Recherche: Mögliche Ursachen
    Noch am selben Abend googelt er „Zahnschmerzen nach Süßem“. Auf dem Blog einer Zahnarztpraxis findet er einen informativen Ratgeber zu Ursachen wie Karies, freiliegenden Zahnhälsen oder beginnender Parodontitis. Es wird empfohlen, Beschwerden frühzeitig abklären zu lassen.
  3. Konkretisierung: Zahnarzt finden
    Am nächsten Morgen sucht der Patient nach „Zahnarzt in der Nähe“ und stößt auf mehrere Praxen in seiner Umgebung. Eine davon fällt ihm durch die moderne Website, zahlreiche positive Bewertungen und die Möglichkeit zur Online-Terminbuchung besonders auf.
  4. Orientierung: Vertrauen aufbauen
    Bevor der Patient einen Termin bucht, schaut er sich das Leistungsspektrum der Praxis an, liest Patientenmeinungen und sieht sich auf Instagram ein kurzes Vorstellungsvideo des Zahnarztes an. Der Auftritt wirkt kompetent und sympathisch, so dass sich der Patient gut aufgehoben fühlt.
  5. Terminbuchung
    Der Patient nutzt die Online-Terminbuchung, wählt einen passenden Slot aus und erhält eine Bestätigung per E-Mail.

Mögliche Berührungspunkte, die Sie als Zahnarztpraxis mit Ihrem Patienten in diesem Beispiel haben könnten, sind demnach die folgenden:

  • suchmaschinenoptimierte Ratgeber auf Ihrer Website
  • Local SEO: Google Maps
  • Google-Bewertungen
  • übersichtliche Leistungs- und Vorstellungsseiten auf der Website
  • Präsenz auf Bewertungsportalen
  • Vorstellungsvideo auf Instagram
  • Online-Terminbuchungstool

Je gezielter Sie die Kontaktpunkte entlang dieser Reise gestalten, desto höher ist die Chance, dass sich Patienten für Ihre Praxis entscheiden.

In einem dicht besetzten Gesundheitsmarkt reicht fachliche Kompetenz allein oft nicht aus, um neue Patienten zu gewinnen. Wer sichtbar und überzeugend auftreten will, muss zeigen, in welcher Hinsicht die eigene Praxis besonders ist. Genau hier kommen Ihre Alleinstellungsmerkmale ins Spiel. Dies sind die Dinge, die Sie besser, anders oder einfach persönlicher machen als andere in Ihrer Region. Dabei geht es nicht nur um medizinische Schwerpunkte, sondern auch um die Art und Weise, wie Ihre Praxis organisiert ist oder welchen Komfort Sie bieten.

Differenzierungsmerkmale können zum Beispiel die folgenden sein:

  • gute Erreichbarkeit, z. B. durch zentrale Lage, ÖPNV-Anbindung, Parkmöglichkeiten oder Barrierefreiheit;
  • Service-Vorteile, z. B. schnelle Terminvergabe, Online-Buchung oder lange Öffnungszeiten;
  • besondere Fachgebiete, z. B. seltene Spezialisierungen oder moderne Verfahren;
  • herausragende Expertise, z. B. durch langjährige Erfahrung oder kontinuierliche Weiterbildung;
  • Ausstattung & Technik, z. B. ein eigenes Labor oder innovative Diagnostik;
  • Zertifikate & Siegel, als sichtbarer Nachweis Ihrer Qualifikation;
  • Fokus auf Prävention, z. B. durch regelmäßige Vorsorgeprogramme oder IGeL-Leistungen.

Diese Merkmale können für Ihre Wunschpatienten den Unterschied ausmachen und sollten daher klar benannt und aktiv kommuniziert werden. Denn je präziser Sie zeigen, wofür Ihre Praxis steht, desto leichter fällt es Patienten, sich bewusst für Sie zu entscheiden.

Tipp: Patientenbewertungen auswerten
Wer weiß besser, was Ihre Patienten besonders schätzen, als Ihre Patienten selbst? Indem Sie die Bewertungen auswerten, die Sie bisher von Ihren Patienten erhalten haben (z. B. bei Google Maps oder Jameda), erhalten Sie einen guten Eindruck, was Ihren Patienten besonders wichtig ist und was besonders häufig positiv hervorgehoben wird. Auf diese Weise können Sie bereits erste Ideen sammeln, mit welchen Merkmalen Sie sich positiv von Ihren Mitbewerbern abheben können.

Nur wer sein Ziel kennt, kann erfolgreich darauf hinarbeiten. Daher gilt: Ob Sie neue Patienten gewinnen, Ihren IGeL-Umsatz steigern oder gezielt mehr Privatpatienten ansprechen möchten – entscheidend ist, dass Ihre Ziele messbar und realistisch sind.

Dabei helfen folgende Überlegungen:

  • Wie viele neue Termine sollen innerhalb der nächsten Monate generiert werden?
  • Wie viele Privatpatienten oder Selbstzahler möchten Sie zusätzlich ansprechen?
  • Welchen Beitrag sollen IGeL-Leistungen zum Gesamtumsatz beitragen?
  • Wie hoch darf das Marketingbudget ausfallen?
  • Welcher ROI (Return on Investment) ist realistisch? Wie sollen sich Investitionen in konkrete Umsätze übersetzen?

Gut zu wissen:
Marketing ist kein Sprint, sondern eine Ausdauerdisziplin. Erfolge zeigen sich selten über Nacht. Eine mittel- bis langfristige Planung mit realistischen Etappenzielen ist deshalb sinnvoll.

Jede Praxis vermittelt ein bestimmtes Bild, sei es modern, kompetent, herzlich oder innovativ. Dieses Selbstbild, also wie Sie Ihre Praxis selbst wahrnehmen und wie Sie von außen wahrgenommen werden möchten, bildet die Grundlage Ihrer Corporate Identity. Sie ist die bewusste Entscheidung dafür, welche Werte, Haltung und Atmosphäre Sie nach außen (und innen) verkörpern möchten.

Ein konsistenter Markenauftritt stärkt nicht nur den Wiedererkennungswert, sondern sorgt auch dafür, dass Patienten auf Anhieb ein stimmiges Gesamtbild erhalten. Die Corporate Identity wird dabei visuell durch das Corporate Design unterstützt. Hierzu zählen:

  • die Farben, die sich durch Website, Logo und Einrichtung ziehen;
  • ein einheitlicher Schriftstil, der sich auch in Flyern oder E-Mails wiederfindet, sowie
  • sonstige Design-Elemente, die sich auf Social Media genauso wiederholen wie auf Visitenkarten oder Terminkärtchen.

Für einen überzeugenden Gesamteindruck sollten all die folgenden Bestandteile Ihres Praxismarketings stilistisch aufeinander abgestimmt sein:

  • Website
  • Social Media Profile
  • Praxisräumlichkeiten
  • Beschilderung
  • Printmedien
  • Mitarbeiterkleidung
  • Geschäftspapiere

Nicht zu vergessen:
Auch die Stimmung in der Praxis selbst, vom Empfang bis zum Behandlungszimmer, ist Teil Ihrer Markenidentität. Dieses sogenannte interne Praxismarketing hat einen besonders starken Einfluss darauf, wie Ihre Praxis wahrgenommen wird und inwiefern die Patientenbindung erfolgreich funktioniert. Denn wer sich in Ihrer Praxis vor Ort wohlfühlt, kommt bei zukünftigen Anliegen gern wieder und empfiehlt Ihre Praxis bestenfalls sogar weiter.

Die Auswahl an Marketinginstrumenten für Heilberufe ist groß. Doch nicht jede Maßnahme passt zu jeder Praxis. Entscheidend ist, dass Ihre Aktivitäten zu Ihrer Zielgruppe, Ihrer Region und Ihren inhaltlichen Schwerpunkten passen. Denn: Je besser Ihre Strategie auf Ihre individuellen Rahmenbedingungen abgestimmt ist, desto wirkungsvoller werden die Maßnahmen.

Mögliche Bausteine für Ihre Marketingstrategie können sein:

  • Praxis-Website
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Suchmaschinenwerbung (SEA)
  •  Google Maps bzw. Google Unternehmensprofil
  • Bewertungsportale
  • Online-Terminbuchungstools
  • Social Media
  • Recall-Management
  • Pressemitteilungen
  • Publikationen in Fachzeitschriften
  • Persönliches Netzwerken
  • Printmarketing
  • Offline-Marketing

Welche Kombination für Sie die richtige ist, ergibt sich aus Ihrer Zielgruppenanalyse, dem Wettbewerb in Ihrer Region und den Besonderheiten Ihrer Praxis. Haben Sie Ihre Positionierung klar definiert, lassen sich geeignete Maßnahmen gezielt auswählen und professionell umsetzen.

In den folgenden Abschnitten finden Sie weiterführende Informationen zu der Vielzahl verschiedener Marketinginstrumente, die Ihnen zum Zwecke der Patientengewinnung zur Verfügung stehen.

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Marketinginstrumente für eine erfolgreiche Patientenakquise

Damit Patienten auf Ihre Praxis aufmerksam werden, braucht es mehr als eine gute medizinische Leistung – es braucht Sichtbarkeit. Welche Marketinginstrumente Sie dabei einsetzen, hängt stark von Ihrer Zielgruppe, Ihren Zielen und Ihren Ressourcen ab. Besonders wirksam ist ein gezielter Mix aus verschiedenen Maßnahmen: von klassischen Offline-Ansätzen bis hin zu digitalen Strategien.

Tipp: Fokus auf Onlinemarketing
Das Internet spielt bei der Arztwahl eine zentrale Rolle. Laut einer Online-Panel-Umfrage des IGES Instituts aus dem Jahr 2019 mit 2.049 Teilnehmern nutzt fast ein Drittel der Befragten (30 %) Suchmaschinen oder Arztbewertungsportale, um einen Arzt zu finden. Damit liegt das Internet als zweitwichtigste Informationsquelle direkt hinter persönlichen Empfehlungen von Familie und Freunden. Eine gute digitale Präsenz ist für Praxen zur Patientengewinnung heute somit unerlässlich.

Praxiswebsite für Ärzte & Zahnärzte

Wer im Netz nicht sichtbar ist, wird schnell übersehen. Das gilt für Kassenärzte und Privatpraxen gleichermaßen. Daher ist die Praxiswebsite ein besonders wirkungsvolles Werkzeug, um gezielt neue Patienten anzusprechen. Hier sollten Ihre Patienten sowohl Informationen zu Ihren Leistungen und Ihrer Praxis als auch zu Ihnen als Arzt sowie zu Ihrem Praxisteam finden.

Tipp: Komfortable Online-Terminbuchung anbieten
Ein absolutes Plus, welches auf vielen Praxiswebsites bereits Standard ist, ist die Möglichkeit zur Online-Terminvergabe. Patienten können so rund um die Uhr einen Termin buchen, ganz ohne Warteschleife am Telefon. Das senkt die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme und wirkt besonders positiv auf vielbeschäftigte Menschen sowie technikaffine Zielgruppen.

Checkliste für eine gute Praxis-Website

  • Responsives Design sicherstellen (Design passt sich mobilen Geräten an)
  • Leistungen vorstellen
  • Arzt/Ärzte vorstellen
    • Vita
    • Behandlungsmethoden
    • Facharztbezeichnung
    • spezielle Qualifikationen
    • Weiterbildungen
  • Praxisteam vorstellen
  • Fotos einbinden
    • Einzelporträt des Arztes
    • Einzelporträt der Mitarbeiter
    • Teamfoto
    • Fotos der Praxisräume
  • Alleinstellungsmerkmale hervorheben
  • Kontaktformular integrieren
  • Wichtige Informationen einbinden
    • Öffnungszeiten
    • Adresse
    • Erreichbarkeit
    • Anfahrt
    • Parkmöglichkeiten
  • Tool zur Online-Terminbuchung anbinden
  • Rechtstexte einpflegen
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
Vorteile Besonders geeignet für:
  • zentrale Anlaufstelle für Informationen zur Praxis
  • stärkt Vertrauen durch professionellen Außenauftritt
  • ermöglicht Sichtbarkeit bei Google (Grundlage für SEO)
  • Alle Arztpraxen

Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Ärzte & Zahnärzte

Viele Patienten beginnen ihre Arztsuche mit einer simplen Google-Anfrage und klicken anschließend auf eines der ersten Ergebnisse. Genau hier setzt die Suchmaschinenoptimierung (SEO) an: Sie umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen, dass Ihre Praxis-Website bei relevanten Suchbegriffen möglichst weit oben in den Google-Suchergebnissen erscheint.

Wer in den Suchergebnissen besser platziert ist als die Konkurrenz, wird nicht nur öfter angeklickt, sondern gewinnt auch mehr neue Patienten. Ziel ist es, dauerhaft Reichweite und Sichtbarkeit bei Google aufzubauen und so kontinuierlich potenzielle Patienten auf Ihre Leistungen aufmerksam zu machen.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • nachhaltige Sichtbarkeit durch organisches Ranking
  • erhöht die Reichweite ohne laufende Werbekosten
  • zielgerichtete Ansprache durch keywordbasierte Inhalte
  • unterstützt den Expertenstatus durch hochwertige Inhalte
  • langfristige Patientengewinnung
  • Fachärzte mit speziellem Leistungsspektrum
  • Praxen in wettbewerbsstarken Regionen
  • Alle Arztpraxen, die in Google-Suchergebnissen weit oben gefunden werden möchten

Hinweis:
Diverse Studien belegen die Relevanz der Suchmaschinenoptimierung für eine erfolgreiche Patientenakquise. Laut einer Bitkom-Studie (2023) gaben 62 % der Befragten in Deutschland an, online nach Informationen zu ihren Symptomen oder Diagnosen zu recherchieren.

SEO für Ärzte – Wie geht das?

Damit Ihre Website bei Google gefunden wird, müssen die Inhalte Begriffe enthalten, nach denen Patienten tatsächlich suchen. Wichtig ist dabei nicht nur das Suchvolumen (Wie häufig wird ein Keyword gegoogelt?), sondern auch die Suchintention (Was genau möchte jemand mit der Suchanfrage erreichen?).

Ob Leistungsseite oder Ratgeber: Gute Inhalte beantworten Patientenfragen verständlich, fachlich korrekt und hilfreich. Hierdurch stärken Sie das Vertrauen in Ihre Praxis und verbessern gleichzeitig Ihre Auffindbarkeit bei Google. So bietet es sich beispielsweise an, einzelne Unterseiten für Ihre ärztlichen Leistungen sowie Ratgeber bzw. Blogbeiträge zu spezifischen Krankheitsbildern, Symptomen oder Behandlungsmethoden zu veröffentlichen.

Eine saubere Gliederung mit Haupt- und Zwischenüberschriften macht den Text sowohl für Leser als auch für Suchmaschinen übersichtlicher (sogenannte H-Struktur). Die wichtigsten Keywords sollten in den Überschriften gezielt eingesetzt werden, dabei aber nicht künstlich oder gezwungen wirken.

Der Titel und die Beschreibung, die bei Google in den Suchergebnissen angezeigt werden, werden Meta-Angaben genannt. Diese können Sie je URL Ihrer Website individuell festlegen. Die Meta-Angaben sollten bestenfalls das Interesse Ihrer Zielgruppe wecken und präzise zusammenfassen, worum es auf der jeweiligen Seite geht.

Gute Bilder lockern Texte auf und machen Ihre Website ansprechender. Ideal sind professionelle Fotos aus Ihrer Praxis oder thematisch passende Illustrationen. Auf austauschbare Stockfotos sollten Sie hingegen verzichten, wenn Sie einen vertrauenswürdigen Eindruck hinterlassen möchten.

Damit auch Menschen mit Sehbeeinträchtigung sowie auch Suchmaschinen erkennen können, was auf einem Bild zu sehen ist, sollte jedes Bild auf Ihrer Website mit einem sogenannten Alternativtext (Alt-Text) beschrieben werden. Dieser Text kann von Screenreadern vorgelesen werden und sollte das Bild möglichst treffend beschreiben. Das hilft nicht nur Menschen mit Sehbeeinträchtigung, sondern verbessert gleichzeitig Ihre Sichtbarkeit bei Google.

Interne Verlinkungen helfen sowohl den Suchmaschinen als auch den menschlichen Website-Besuchern zu verstehen, wie die Inhalte auf Ihrer Website miteinander zusammenhängen. Nutzen Sie diese Möglichkeit, um zum Beispiel von einem Ratgeber zu einer passenden Leistungsseite zu verlinken. Das hilft Google, Ihre Inhalte besser zu verstehen, und erleichtert Ihren (potenziellen) Patienten die Navigation auf Ihrer Website.

Auch Verweise auf seriöse, externe Quellen (z. B. Fachgesellschaften oder wissenschaftliche Studien) können das Vertrauen in Ihre Inhalte stärken und gleichzeitig ein positives Signal an Suchmaschinen senden.

Backlinks sind Verlinkungen von anderen Websites auf Ihre eigene. Für Google sind sie ein Vertrauenssignal: Je mehr seriöse Seiten auf Ihre Praxiswebsite verweisen, desto höher stuft auch Google Ihre Relevanz ein. Ideal sind Links von Fachportalen, Gesundheitsblogs, lokalen Netzwerken oder aus Branchenverzeichnissen.

Damit Ihre Website nicht nur gut aussieht, sondern auch funktioniert, ist die technische Grundlage entscheidend: Ihre Website sollte auf dem Smartphone genauso gut aussehen wie am Desktop (responsives Design), schnell laden und komprimierte Bilder enthalten, die die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website nicht beeinträchtigen.

Patientenakquise für Ärzte & Zahnärzte: So gewinnen Sie gezielt neue Patienten
Patientenakquise

Google Unternehmensprofil: lokale Sichtbarkeit bei Google Maps

Ein ebenfalls großer Anteil der Patienten, die eine neue Arztpraxis suchen, starten ihre Recherche bei Google Maps. Wer bei Google nach einem „Hausarzt in der Nähe“ oder „Zahnarzt + Stadt“ sucht, erhält sofort eine Liste mit Empfehlungen in seiner Umgebung. Praxen, die hier prominent erscheinen, sind klar im Vorteil: Sie werden gesehen, angeklickt – und im besten Fall auch kontaktiert.

Ein gepflegter Google-Eintrag mit korrekten Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Bewertungen und Fotos ist daher ein wichtiger Baustein Ihrer digitalen Patientenakquise.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • bessere Sichtbarkeit bei lokalen Suchanfragen und bei Google Maps
  • Präsentation wichtiger Praxisinfos auf einen Blick (Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen etc.)
  • Möglichkeit, mit Patienten über Beiträge und Rezensionen in Kontakt zu treten
  • kostenloses Marketinginstrument mit großem Einfluss auf Ihre Sichtbarkeit
  • Arztpraxen mit starkem regionalen Bezug
  • Ärzte in städtischer Konkurrenzlage
  • Praxen ohne Website (als Mindestmaß an Onlinepräsenz)

Anleitung: So erreichen Sie mehr Patienten über Google Maps:

  • Google Unternehmensprofil anlegen: https://business.google.com/de/business-profile/
  • Profil vervollständigen:
    • Praxisname
    • Telefonnummer
    • Anschrift
    • Website
    • Einzugsgebiet
    • Öffnungszeiten
  • Fotos hochladen
    • Fotos vom Praxisteam
    • Fotos der Räumlichkeiten
  • Bewertungen sammeln (und beantworten)
  • SEO-Tipp: in Online-Verzeichnisse eintragen lassen.
    Hierdurch nimmt Google Ihre Praxis als relevanter dar und belohnt Sie mit einer verbesserten Sichtbarkeit.

Tipp: Liefern Sie Google und Ihren Patienten möglichst viel Input
Bestenfalls nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen Ihr Google Maps Eintrag bietet, voll aus. Hinterlegen Sie alle abgefragten Informationen und laden Sie zahlreiche vielsagende Bilder hoch. So hinterlassen Sie einen möglichst vertrauenswürdigen, professionellen Eindruck und vermeiden, dass bei Ihren Patienten Fragen offen bleiben.

SEA: bezahlte Werbung bei Google Ads

Neben der klassischen Suchmaschinenoptimierung gibt es eine zweite Möglichkeit, Ihre Praxis bei Google möglichst weit vorne zu platzieren: Search Engine Advertising (SEA). Dabei schalten Sie über Google Ads gezielt Anzeigen für bestimmte Suchbegriffe. Ihre Website erscheint hierdurch ganz oben in den Google-Ergebnissen, noch vor den organischen Treffern.

Durch SEA erzielen Sie sofortige Sichtbarkeit. Dadurch eignet sich dieses Marketinginstrument optimal zur kurzfristigen Patientengewinnung oder wenn Sie gezielt bestimmte Leistungen bewerben möchten. Abgerechnet wird pro Klick (Pay-per-Click); das heißt, Kosten entstehen nur, wenn jemand Ihre Anzeige tatsächlich anklickt.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • erhöhte Sichtbarkeit (vor organischen Suchergebnissen)
  • kurzfristige Patientengewinnung
  • schnelle Sichtbarkeit bei Praxisneugründung
  • Budget flexibel steuerbar und gut messbar
  • kurzfristige Patientengewinnung bei Praxisneugründungen
  • kurzfristig frei gewordene Kapazitäten
  • Regionen mit hoher Konkurrenz bei bestimmten Fachrichtungen

Arztbewertungsportale

Plattformen wie Jameda und Sanego oder auch Google Bewertungen sind für viele Patienten längst fester Bestandteil der Arztsuche. Sie geben Aufschluss darüber, wie andere den Arztbesuch erlebt haben: von der Freundlichkeit am Empfang, über die Wartezeit, bis hin zur fachlichen Expertise des Arztes. Gute Bewertungen schaffen Vertrauen und liefern oft einen maßgeblichen Impuls, der nicht zuletzt zur Terminbuchung führt.

Für Sie als Praxis bedeutet das: Nehmen Sie Ihre Online-Reputation aktiv in die Hand. Pflegen Sie Ihr Profil, stellen Sie aussagekräftige Informationen bereit, laden Sie Bilder hoch und bleiben Sie auch bei kritischen Kommentaren sachlich und professionell. So zeigen Sie nicht nur Präsenz, sondern auch Souveränität – ein klarer Pluspunkt für potenzielle neue Patienten.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • Vertrauensaufbau durch authentische Patientenstimmen
  • positive Bewertungen als Entscheidungshilfe für neue Patienten
  • Möglichkeit zur aktiven Reputationspflege
  • Verbesserungsimpulse durch konstruktives Feedback
  • Fachärzte mit erklärungsbedürftigen Leistungen
  • Praxen mit starker Serviceorientierung
  • Ärzte, die gezielt an ihrer Außenwahrnehmung arbeiten möchten
  • Regionen mit hoher Arztdichte, in denen Patienten vergleichen

So nutzen Sie Arztbewertungsportale zur Patientenakquise:

Ob Jameda, Sanego oder andere Portale – wählen Sie gezielt die Plattform(en) aus, auf denen sich Ihre Wunschpatienten aufhalten.

Füllen Sie Ihr Profil vollständig inklusive Öffnungszeiten, Leistungen, Qualifikationen und einem sympathischen Bild aus. Ein professioneller Eindruck ist der erste Schritt zur Terminbuchung.

Positive Bewertungen sammeln sich in den seltensten Fällen von ganz allein. Da selbst zufriedene Patienten nicht immer daran denken, Ihnen eine Bewertung zu schreiben, empfiehlt es sich, gezielt und unaufdringlich um Feedback zu bitten, wenn Patienten mit Ihrer Behandlung zufrieden waren. Das geht zum Beispiel:

  • persönlich nach dem Termin, etwa am Empfang oder nach einem erfolgreich abgeschlossenen Behandlungsverlauf;
  • mit kleinen Kärtchen oder Aufstellern, die einen QR-Code zum Bewertungsportal enthalten;
  • per E-Mail (wenn schriftliches Einverständnis des Patienten zur Kontaktaufnahme vorliegt).

Wichtig:
Sie dürfen um Bewertungen bitten, jedoch keine Anreize (beispielsweise Gutscheine oder kleine Geschenke) bieten. Bewertungen müssen freiwillig erfolgen, sonst gelten sie als manipuliert und können gelöscht werden.

Stimmen Inhalte nachweislich nicht oder enthalten unsachliche Behauptungen, können Sie diese über das jeweilige Portal prüfen und ggf. löschen lassen.

Lob zeigt, was gut läuft, während Kritik Ihnen hilft, immer besser zu werden. Analysieren Sie, was Ihre Patienten schätzen und in welchen Bereichen es ggf. noch Luft nach oben gibt. Im Feedback Ihrer Patienten besteht eine hervorragende Chance zu einer erfolgreichen Praxisentwicklung.

Nehmen Sie sich Zeit, auf Bewertungen zu reagieren – sowohl auf positive, als auch auf negative. Das zeigt, dass Ihnen Feedback wichtig ist, und stärkt das Vertrauen bestehender sowie potenzieller Patienten.

  • Bei positiven Bewertungen reicht oft ein kurzes, persönliches Dankeschön. Zeigen Sie ehrliche Wertschätzung. Das wirkt sympathisch und nahbar.
  • Bei kritischen Bewertungen kommt es auf den richtigen Ton an: Bleiben Sie ruhig, sachlich und lösungsorientiert. Gehen Sie auf das Anliegen Ihres Patienten ein, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Zeigen Sie Verständnis und bieten Sie ggf. ein persönliches Gespräch an. So signalisieren Sie, dass Sie professionell mit Beschwerden umgehen und Ihnen das Wohlbefinden Ihrer Patienten am Herzen liegt.

Beachten Sie beim Beantworten der Bewertungen, dass Sie auf keinen Fall Patientendaten offenlegen. Selbst wenn Sie den Patienten anhand der Schilderungen erkennen, dürfen Sie ihn in der Antwort nicht namentlich ansprechen.

In unserem Beitrag erhalten Sie alle Infos über Bewertungsportale für Ärzte.

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Ärztin

Online-Terminbuchungsportale für Ärzte & Zahnärzte

Patienten, die einen Arzttermin vereinbaren möchten, möchten nicht erst in der Warteschleife der Arztpraxis aufgehalten werden oder auf einen Rückruf warten müssen. Sie legen heutzutage Wert auf eine kurzfristige Erreichbarkeit und eine unkomplizierte Terminbuchung. Online-Terminbuchungstools bieten eine komfortable Lösung für Patienten und die Praxisteams. Hier können Patienten ihre Termine rund um die Uhr buchen, unabhängig von den Öffnungszeiten oder der telefonischen Erreichbarkeit der Praxis. Die Termine erscheinen automatisch in Ihrem Praxiskalender, wodurch Ihr Empfang entlastet und zahlreiche Rückrufe vermieden werden können.

Viele Patienten nutzen diese Online-Terminbuchungstools nicht nur zur Terminbuchung bei ihren bestehenden Ärzten, sondern verwenden sie inzwischen bereits aktiv zur Arztsuche. Über Filterfunktionen lassen sich Fachrichtungen, Standorte und Verfügbarkeiten gezielt auswählen. Ärzte, die hier sichtbar ist, werden nicht nur gefunden, sondern oft auch direkt gebucht – und erhalten auf diese Weise zahlreiche neue Patienten.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • orts- und zeitunabhängige Terminbuchung möglich
  • unabhängig von Öffnungszeiten und telefonischer Erreichbarkeit der Praxis
  • Entlastung des Praxisempfangs durch weniger Anrufe und bessere Terminorganisation
  • einfache Buchung für Bestandspatienten sowie neue Patienten
  • Patientenakquise durch zusätzliche Reichweite der Plattform
  • automatische Synchronisierung mit Ihrer Terminplaner-Software
  • Verknüpfung mit Patientenakte möglich
  • effizientere Kapazitätsauslastung durch optimierte Terminvergabe
  • Arztpraxen ohne Überweisungspflicht
  • Arztpraxen mit freien Kapazitäten
  • Praxen mit hohem Patientenaufkommen
  • Ärzte in Großstädten oder Ballungsräumen
  • Praxen mit digital-affinen Zielgruppen
  • Praxen mit Fokus auf Effizienz und Komfort

Anbieter Online-Terminbuchung

Anbietervergleich gesucht? Hier gelangen Sie zum Vergleich der Anbieter für Online-Terminbuchung.

Um über Online-Terminbuchungstools neue Patienten gewinnen zu können, können Sie folgenden Schritten folgen:

Checkliste: Online-Terminbuchung einrichten

  • Favorisiertes Online-Terminbuchungstool auswählen:
    Einen Anbieter-Vergleich finden Sie in unserem Ratgeber zur Praxis-Terminplaner-Software.
  • Profil anlegen
  • Alle relevanten Informationen hinterlegen
    • Facharztbezeichnung
    • Leistungen
    • Öffnungszeiten
    • Abrechnungsarten (gesetzlich, privat)
  • Anbindung an Ihre Praxis-Terminplaner-Software
  • Verschiedene Terminarten inkl. jeweils erwartbarer Dauer anbieten, z. B.
    • Erstuntersuchung Neupatient (30 Minuten)
    • Besprechung Laborergebnisse (20 Minuten)
    • Professionelle Zahnreinigung (60 Minuten)
  • Patienten auf die Option zur Online-Terminbuchung aufmerksam machen (z. B. über Ihre Website, einen Praxis-Newsletter oder Aufsteller im Wartezimmer)

Videosprechstunde

Gerade im ländlichen Bereich, aber auch für Berufstätige, junge Eltern oder immobile Patienten kann die Anreise zur Arztpraxis eine Herausforderung darstellen. Die Möglichkeit, stattdessen eine Videosprechstunde mit Ihnen in Anspruch zu nehmen, kann die Attraktivität Ihrer Praxis daher enorm steigern. Als Zusatzangebot zur Vor-Ort-Behandlung stärkt die Online-Sprechstunde nicht nur die Patientenbindung, sondern spricht auch gezielt neue Zielgruppen an, die Wert auf Flexibilität und digitalen Zugang legen. Zwar grenzt die Telemedizin immer dann an ihre Grenzen, wenn eine Untersuchung oder Behandlung direkt am Patienten erforderlich ist (z. B. Blutdruckmessungen, Blutabnahmen, Impfungen), doch sie eignet sich hervorragend für alles, was mündlich stattfindet (z. B. Erstgespräche oder Befundbesprechungen).

Vorteile Besonders geeignet für:
  • bessere medizinische Beratung für immobile Patienten, Berufstätige mit wenig Zeit sowie auch Immunsupprimierte
  • Anfahrtswege entfallen
  • Wartezeit im Wartezimmer entfällt
  • verringertes Ansteckungsrisiko
  • Patienten können Ärzte aus anderen Städten konsultieren
  • niedrige Hemmschwelle
  • Psychotherapeuten, Hausärzte und Fachärzte mit beratungsintensiven Leistungen
  • Praxen mit vielen Kontroll- oder Folgeterminen
  • Patienten in ländlichen Regionen
  • Praxen mit digital-affiner Zielgruppe
  • Praxen, die sich zukunftsorientiert und serviceorientiert positionieren möchten

Anbieter Videosprechstunde

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Social Media Marketing für Ärzte & Zahnärzte

Während die Kommunikation auf Ihrer Praxiswebsite einseitig ist (Praxis → Patienten), kann die Patientenkommunikation über Social Media in beide Richtungen stattfinden (Praxis ↔ Patienten). Daher stellen Instagram, Facebook, TikTok und Co. heute eine hervorragende Ergänzung zur einseitigen Patientenkommunikation dar.

Indem Sie auf Ihren Social Media Profilen seriöse und gleichzeitig authentische Einblicke in Ihren Praxisalltag sowie Gesundheitstipps oder andere medizinische Empfehlungen teilen, schaffen Sie bestenfalls gleichzeitig einen Expertenstatus, Vertrauen und Sympathie.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • interaktive Patientenkommunikation (statt einseitiger Kommunikation)
  • authentische Einblicke in Ihre Praxis
  • Vertrauensaufbau durch die Darstellung des Teams, der Praxisphilosophie und des Praxisalltags
  • Positionierung als Experte möglich
  • Reputation als progressive Praxis
  • Arztpraxen mit junger, digital-affiner Zielgruppe oder Privatpatienten
  • Arztpraxen, die vermehrt IGeL bewerben möchten
  • Employer Branding in Arztpraxen
  • Praxisteams mit Freude an authentischer Kommunikation und Einblicken

Checkliste: Social Media zur Patientenakquise

  • Zielgruppe klar definieren
  • Medium entsprechend der Zielgruppe auswählen
    (Beispiel: Junge Zielgruppen halten sich eher auf TikTok oder Instagram auf. Ältere Zielgruppen nutzen eher Facebook.)
  • Content planen, z. B.:
    • Team & Praxis vorstellen
    • Gesundheitstipps (im eigenen Fachgebiet)
    • häufige Fehler
    • FAQ
    • empfohlene Präventionsmaßnahmen
    • empfohlene Vorsorgeuntersuchungen
  • Inhalte erstellen (inkl. Text- und Bildmaterial) & veröffentlichen
    Wichtig: Regelmäßigkeit hilft dabei, mehr Reichweite in den Sozialen Netzwerken aufzubauen!
  • Kommentare beantworten
  • Optional: Bezahlte Anzeigen schalten

Bezahlte Social Media Werbung

Organische Sichtbarkeit in Sozialen Netzwerken aufzubauen, erfordert Zeit und Fleiß. So spielen nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität der Beiträge eine Rolle. Der Aufbau einer Social Media Reichweite ist entsprechend langwierig. Um den Prozess kurzfristig zu beschleunigen, erste Erfolge zu verzeichnen und die eigene Zielgruppe innerhalb kurzer Zeit erreichen zu können, eignet sich der Einsatz bezahlter Werbeanzeigen.

Ähnlich wie bei bezahlter Google-Werbung, können Sie sich auf diese Weise kurzfristige Sichtbarkeit erkaufen und bezahlen immer dann, wenn jemand auf Ihre Werbeanzeige klickt.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • kurzfristige Sichtbarkeit
  • spezifische Zielgruppenansprache (z. B. anhand von Alter, Geschlecht, Region, Interessen)
  • messbare Resultate durch detailliertes Tracking
  • Kosten entstehen nur bei tatsächlichem Klick (Pay-per-Click)
  • ideal zur Bewerbung konkreter Leistungen, Aktionen oder freier Termine
  • kurzfristige Patientengewinnung (z. B. bei Praxisneueröffnung oder freien Kapazitäten)
  • Praxen mit klar definierten Wunschzielgruppen
  • Angebote im Selbstzahler- oder Privatbereich

Sie müssen sich nicht entscheiden:
Sowohl das organische Social Media Marketing als auch bezahlte Werbeanzeigen in den Sozialen Medien haben Ihre Daseinsberechtigung. Sie müssen sich daher nicht entscheiden: Häufig ist eine Kombination beider Marketingmaßnahmen empfehlenswert.

Gerade in der bezahlten Social Media Werbung kann viel Geld verbrannt werden, wenn sie nicht professionell gemacht wird. Schließlich zahlen Sie hier nicht nur für Ihre eigene Arbeitszeit oder die Ihres Praxisteams, sondern müssen zusätzlich für die externen Werbekosten für Instagram, Facebook, TikTok und Co. aufkommen. Daher ist es vor allem in dieser Marketingdisziplin häufig besonders empfehlenswert, mit Experten zusammenzuarbeiten.

Professionelle Fotografie & Videografie

Professionelle Fotos und Videos sind ein wirkungsvolles Mittel, um Ihre Praxis authentisch und sympathisch zu präsentieren. Sie vermitteln auf den ersten Blick einen professionellen Eindruck, schaffen Nähe und stärken das Vertrauen potenzieller Patienten.

Besonders geeignet sind Aufnahmen von:

  • Ihrem Praxisteam, in Aktion oder im Porträt,
  • den Praxisräumen, um Atmosphäre und Ausstattung zu zeigen, und
  • Vorher-Nachher-Vergleichen, z. B. beim Zahnbleaching oder anderen ästhetischen Leistungen.
    (Wichtig: Für die Veröffentlichung von Vorher-Nachher-Bildern ist eine schriftliche Einwilligung der Patienten erforderlich.)

Ein großer Vorteil professioneller Fotos besteht darin, dass Sie diese an vielerlei Stellen nutzen können. Einmal gemacht, können Sie die Fotos sowohl auf Ihrer Praxiswebsite, in Ihrem Google Unternehmensprofil (Google Maps), auf Ihren Social Media Kanälen als auch auf Print-Flyern und in Broschüren wiederverwenden.

Das gilt ebenso für Videos: Ein einmal gefilmter Clip lässt sich in unterschiedlichen Formaten auf verschiedenen Kanälen nutzen (sogenanntes Content Recycling) – etwa als ausführliches Erklärvideo auf YouTube, als kurzer Zusammenschnitt auf Ihrer Website oder in Form einzelner Snippets für Instagram und Co. So holen Sie mit minimalem Zusatzaufwand das Maximum aus Ihrem Content heraus.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • hochwertiger, professioneller Eindruck
  • schafft Vertrauen und weckt Sympathie
  • unterstützt eine persönliche und glaubwürdige Außendarstellung
  • erhöht die Sichtbarkeit und Interaktion auf Social Media
  • vielseitig einsetzbar, von der Website bis zum Flyer
  • ideal für Vorher-Nachher-Dokumentationen
  • Privatpraxen mit Premium-Anspruch
  • Fachrichtungen, bei denen visuelle Ergebnisse im Vordergrund stehen (z. B. in der ästhetischen Zahnmedizin)
  • Praxen, die Persönlichkeit zeigen und emotionale Nähe aufbauen möchten

Pressearbeit für Zahnärzte & Ärzte

Ob neue Behandlungsmethoden, ein innovatives Praxiskonzept oder eine besondere Auszeichnung – wer medizinische Themen öffentlichkeitswirksam kommuniziert, kann gezielt Vertrauen aufbauen und seine Reichweite vergrößern. Eine strategische Öffentlichkeitsarbeit kann dabei unterschiedliche Formate und Kanäle umfassen:

Pressemitteilungen eignen sich besonders, um relevante Neuigkeiten aus Ihrer Praxis öffentlich zu teilen, etwa im Rahmen einer Praxiserweiterung oder bei personellen Veränderungen im Ärzteteam. Über lokale Zeitungen, Gesundheitsmagazine oder digitale Presseportale erreichen Sie so nicht nur Bestands- und Neupatienten, sondern mitunter auch überweisende Kollegen.

Gastbeiträge und PR-Artikel in gesundheitsspezifischen Online-Portalen oder Magazinen bieten eine hervorragende Möglichkeit, Ihre Expertise einem breiteren Publikum zugänglich zu machen – jenseits von Fachkreisen, aber weiterhin fachlich fundiert. Solche Beiträge können beispielsweise Trends in der Prävention, persönliche Fallbeispiele oder Hintergrundwissen zu häufigen Krankheitsbildern thematisieren.

Fachveröffentlichungen in medizinischen Zeitschriften richten sich in erster Linie an Kollegen, Fachpublikum oder überweisende Ärzte. Sie unterstreichen Ihre Spezialisierung, demonstrieren inhaltliche Tiefe und können dazu beitragen, sich als kompetente Anlaufstelle für ein bestimmtes Krankheitsbild oder Therapiefeld zu etablieren.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • steigert die Bekanntheit in der Region oder überregional
  • baut Vertrauen durch redaktionelle Berichterstattung auf
  • positioniert den Arzt als Experte für bestimmte Themen
  • unterstützt das Image, z. B. bei Spezialisierungen oder besonderen Leistungen
  • kann langfristig zur Patientenbindung und -gewinnung beitragen
  • Fachärzte mit besonderer Spezialisierung
  • Praxisneugründungen oder Standorterweiterungen
  • ärztliche Leistungen mit gesellschaftlicher oder innovativer Relevanz (z. B. neue Therapien, Forschungsprojekte)

Tipp:
Wenn Sie gezielt mit Redaktionen oder freien Journalisten zusammenarbeiten, können daraus nicht nur einmalige Veröffentlichungen entstehen, sondern eine nachhaltige Medienpräsenz. Insbesondere für spezialisierte Praxen ist diese Sichtbarkeit ein wertvoller Baustein der Patientenakquise.

Netzwerken & Kooperationen

Während die vorangegangenen Marketingmaßnahmen zum größten Teil die Wunschpatienten selbst zur Zielgruppe haben, können Sie auch auf einem anderen Wege auf eine erfolgreiche Patientenakquise hinarbeiten: Indem Sie sich gezielt mit anderen Ärzten und Heilberuflern (wie z. B. Psychotherapeuten, Ernährungsberatern, Logopäden, Physio- oder Ergotherapeuten) vernetzen und diese Beziehungen stetig pflegen, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass diese Sie gegenüber Patienten empfehlen.

Möglichkeiten, um mit anderen Ärzten, Zahnärzten und Heilberuflern in Kontakt zu treten, sind zum Beispiel:

  • Fachvorträge
  • Fortbildungen
  • regionale Netzwerktreffen
  • Qualitätszirkel & Arbeitskreise
  • Praxiseröffnungen („Tag der offenen Tür”)
  • soziale Netzwerke für Heilberufler (z. B. coliquio oder esanum)

Beispiel:
Die Nuklearmedizinerin Fr. Dr. Meyer vernetzt sich bei einem Fachvortrag mit diversen Hausärzten und Internisten. Der Hausarzt Hr. Dr. Schmidt, den sie dort kennengelernt hat, findet im folgenden Monat Auffälligkeiten in den Schilddrüsenwerten seines Patienten. Hr. Dr. Schmidt stellt seinem Patienten eine Überweisung zur Nuklearmedizin aus und empfiehlt gezielt die Nuklearmedizinerin Fr. Dr. Meyer.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • Stärkung der lokalen Sichtbarkeit durch Empfehlungen und Partnerschaften
  • Aufbau eines stabilen Zuweisernetzwerks (z. B. mit Haus- oder Fachärzten)
  • Vertrauensaufbau über persönliche Kontakte
  • gegenseitige Weiterempfehlung möglich
  • Zugang zu neuen Patientengruppen (z. B. durch Kooperation mit Fitnessstudios, Apotheken oder Unternehmen)
  • Facharztpraxen mit hohem Zuweiserpotenzial (z. B. Radiologie, Orthopädie)

Wichtig: Rechtliche Grenzen bei ärztlichen Kooperationen
Kooperationen mit anderen Ärzten und Heilberuflern sind grundsätzlich zulässig, solange sie im Sinne der Patientenversorgung erfolgen und nicht wirtschaftlich motiviert sind.

Was ist bei Kooperationen erlaubt?

Erlaubt Nicht erlaubt
  • fachlich begründete Empfehlungen ohne Gegenleistung
  • gemeinsame Veranstaltungen, Vorträge oder Fallbesprechungen
  • praxisübergreifende Zusammenarbeit zur besseren Patientenversorgung
  • sichtbare Nennung von Kooperationspartnern auf der Praxiswebsite (sofern sachlich und zurückhaltend)
  • Vergütungen oder geldwerte Vorteile für Empfehlungen (Verstoß gegen § 31 MBO-Ä)
  • exklusive Empfehlungsabsprachen mit wirtschaftlichem Interessen

Recall-Management

Auch Recall-Systeme können Sie gezielt für Ihr Praxismarketing nutzen: Recall-Systeme ermöglichen es, bestehende Patienten auf zusätzliche Leistungen aufmerksam zu machen, etwa auf IGeL-Angebote wie professionelle Zahnreinigungen, Impfauffrischungen oder individuelle Gesundheits-Checks. Ebenso können Sie saisonale Themen wie Grippeimpfungen oder Reiseberatungen effizient kommunizieren.

Ein funktionierendes Recall-System sorgt nicht nur für regelmäßige Vorsorge- und Kontrolltermine, sondern stärkt auch langfristig die Bindung zwischen Ihrer Praxis und den Patienten. Denn wer zuverlässig an wichtige Untersuchungen erinnert wird (per E-Mail, SMS oder klassisch per Post) fühlt sich gut betreut und kehrt eher wieder zurück.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • frühzeitige Erkennung und Behandlung von Erkrankungen
  • stärkere Patientenbindung durch aktive Betreuung
  • effizientere Terminauslastung im Praxisalltag
  • höhere Patientenzufriedenheit und Vertrauen in die Praxis
  • Imagegewinn als vorausschauende und fürsorgliche Praxis
  • wirtschaftlicher Vorteil durch planbare Folgekontakte
  • kosteneffizienter als die Gewinnung von Neupatienten
  • Fachrichtungen mit regelmäßigen Kontroll-, Vorsorge- oder Nachsorgeterminen (z. B. Zahnmedizin, Gynäkologie, Augenheilkunde, Kardiologie)

Anbieter Recall-Systeme

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Newslettermarketing

Eine weitere Möglichkeit für Ärzte, um sich ein Image als kümmernde Praxis aufzubauen und die Patientenbindung zu stärken, stellt das Newslettermarketing dar. Indem Sie Ihre bestehenden Patienten per E-Mail-Newsletter über Gesundheitsthemen informieren, können Sie Ihre Patienten dazu motivieren, sich aktiv mit ihrer Gesundheit auseinanderzusetzen und sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen.

Themen, die Sie in Ihren Newslettern behandeln können, sind zum Beispiel:

  • Präventionsmaßnahmen (z. B. Impfungen, Check-ups, Hautkrebsscreening, Professionelle Zahnreinigung)
  • Gesundheitsförderung (z. B. Tipps zur Ernährung, Bewegung, Stressreduktion)
  • innovative Technologien & Geräte (z. B. moderner Ultraschall, digitales Röntgen)
  • neue Behandlungsmethoden oder Therapiekonzepte
  • Hinweise zu saisonalen Gesundheitsrisiken (z. B. Grippezeit, Hitzewellen, Pollenflug)
  • Urlaubs- oder Reisehinweise (z. B. Reiseimpfungen, Tipps zur Reiseapotheke)
  • Informationen zu IGeL-Leistungen, die medizinisch sinnvoll sein können
  • Änderungen in der Praxisorganisation (z. B. neue Öffnungszeiten, Personal, Urlaubszeiten)
  • Einladung zu Informationsveranstaltungen oder Praxisaktionen (z. B. Tag der offenen Tür)
  • Aufklärung über häufige Krankheitsbilder (z. B. Bluthochdruck, Diabetes, Rückenschmerzen)
  • Patientenberichte oder Interviews (mit Einwilligung) zur Vertrauensbildung
  • Informationen zur Videosprechstunde oder anderen digitalen Services
Vorteile Besonders geeignet für:
  • Aufbau und Pflege einer vertrauensvollen Arzt-Patienten-Beziehung
  • langfristige Patientenbindung durch regelmäßigen Kontakt
  • Reaktivierung inaktiver Patienten durch gezielte Ansprache
  • Positionierung als kompetenter Ansprechpartner für Gesundheitsthemen
  • Fachrichtungen, in denen regelmäßige Vorsorgetermine sinnvoll sind (z. B. Hausärzte, Kinderärzte, Dermatologie, Gynäkologie & Urologie)

Offline-Marketing für Ärzte & Zahnärzte

Auch wenn der Großteil des Praxismarketings heutzutage online stattfindet, so gibt es dennoch weiterhin einige Offline-Marketingmaßnahmen, die Sie nach wie vor zur erfolgreichen Patientenakquise nutzen können.

Ein repräsentatives sowie informatives Praxisschild ist vor allem dann wichtig, wenn Ihre Praxis z. B. in einer Fußgängerzone oder einer anderweitig viel besuchten Straße gelegen ist. Es hilft nicht nur dabei, dass Ihre Patienten Ihre Praxis problemlos finden, sondern macht auch andere Passanten im Vorbeigehen auf Sie aufmerksam.

Um Ihre bisherigen Patienten von zusätzlichen (ggf. auch privat zu zahlenden) Gesundheitsleistungen zu überzeugen, genügt es häufig bereits, informative Flyer oder Broschüren in der Praxis auszulegen. Interessierte Patienten können die Flyer mit nach Hause nehmen, die Informationen in Ruhe durchlesen und anschließend zum Beispiel einen entsprechenden Vorsorgetermin vereinbaren.

Ein Bildschirm im Wartezimmer stellt eine moderne Alternative oder Ergänzung zu herkömmlichen Informationsflyern und -broschüren dar. Hier können Sie empfohlene Vorsorgeuntersuchungen bewerben, Ihr Praxisteam vorstellen oder über sonstige gesundheitsrelevante Themen informieren. Der Vorteil besteht darin, dass ein Wartezimmer-TV häufig mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht als ausliegende Flyer. Ergänzend bringen ausgedruckte Flyer und Broschüren jedoch den Vorteil mit, dass Patienten diese mit nach Hause nehmen können, um zu Hause nochmals daran erinnert zu werden.

Ein kurzer Artikel oder eine Anzeige in der lokalen Tages- oder Wochenzeitung kann insbesondere in ländlichen Regionen oder kleineren Städten viele Leser erreichen. Ob zur Eröffnung Ihrer Praxis, bei einem Personalwechsel oder zur Vorstellung neuer Leistungen – Lokalzeitungen bieten eine gute Gelegenheit, Ihre Praxis im regionalen Umfeld bekannt zu machen und das Vertrauen der Leserschaft zu gewinnen.

Lokale Radiosender erreichen viele Hörer direkt in ihrem Alltag – beim Autofahren, Arbeiten oder zu Hause. Ein kurzer Spot zur Praxiseröffnung, zu saisonalen Leistungen wie Grippeimpfungen oder zur Vorstellung Ihrer Schwerpunkte kann dabei helfen, auf Ihre Praxis aufmerksam zu machen. Radio-Beiträge bieten sich als Marketingmaßnahme vor allem dann an, wenn Sie eine breite Zielgruppe ansprechen (z. B. als Haus-, Zahn- oder Augenarztpraxis).

Mit ansprechend gestalteten Plakaten an gut frequentierten Standorten lassen sich gezielt Passanten ansprechen und auf Ihre Arztpraxis aufmerksam machen. Auch Werbeplakate eignen sich vor allem dann, wenn Sie eine breite Zielgruppe ansprechen möchten. Achten Sie bestenfalls darauf, dass Sie zum Anbringen einen Ort auswählen, der zu Ihrer Wunschzielgruppe und Ihren Alleinstellungsmerkmalen passt. So könnte beispielsweise ein Werbeplakat an einer Bushaltestelle sinnvoll sein, wenn ein Alleinstellungsmerkmal Ihrer Praxis darin besteht, dass Sie eine sehr gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln haben. So erreichen Sie an der Bushalte gleich diejenigen, denen eine gute Bus-Anbindung besonders wichtig sein könnte.

Ein Tag der offenen Tür, ein kleines Sommerfest oder ein Infoabend zu einem bestimmten Gesundheitsthema – Veranstaltungen dieser Art stärken die persönliche Beziehung zu Ihren Patienten und schaffen Nähe. Gleichzeitig können Sie Ihre Leistungen, das Team und die Räumlichkeiten vorstellen und dabei potenzielle Neupatienten gewinnen, die bislang noch keinen direkten Kontakt zu Ihrer Praxis hatten.

Vorteile Besonders geeignet für:
  • erreichen auch Patienten ohne aktive Internetnutzung
  • Stärkung der regionalen Sichtbarkeit und Bekanntheit
  • Vertrauensaufbau durch reale Begegnung
  • wenig technische Hürden für Patienten
  • Praxen mit älterer Zielgruppe
  • ländliche Regionen mit begrenztem Internetzugang
  • Praxisneugründungen und -übernahmen
  • Veranstaltungen oder lokale Gesundheitsaktionen

Langfristige vs. kurzfristige Patientengewinnung

Nicht jede Maßnahme im Praxismarketing entfaltet ihre Wirkung sofort. Während sich einige Kanäle gezielt zur kurzfristigen Patientenakquise eignen, zielen andere Strategien stärker auf den nachhaltigen Aufbau von Sichtbarkeit und Vertrauen ab.

Die folgende Übersicht zeigt, welche Maßnahmen sich vorrangig für kurzfristige Effekte eignen und welche wiederum auf langfristigen Erfolg ausgerichtet sind:

Kurzfristige Maßnahmen zur Patientenakquise Langfristige Maßnahmen zur Patientenakquise
  • SEA: bezahlte Werbung bei Google Ads
  • bezahlte Social Media Werbung
  • Portale zur Online-Terminbuchung
  • Recall-Management
  • Newsletter-Marketing
  • informative und professionelle Praxiswebsite (Content Marketing)
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Google Unternehmensprofil, Google Maps
  • aktives Social Media Marketing: Aufbau organischer Reichweite
  • Sichtbarkeit auf Arztbewertungsportalen
  • Option zur Videosprechstunde
  • Netzwerken & Kooperationen
  • Pressearbeit: Artikel in Fachzeitschriften oder der Tagespresse
  • professionelle Fotografie & Videografie
  • Offline-Marketing
  • regionale Radiospots
  • Anzeigenschaltung und Sponsoring bei Social Events

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4 Schritte

Privatpatienten gewinnen

Während die meisten kassenärztlichen Praxen üblicherweise sehr gut ausgelastet, teils sogar überlastet, sind und erst in einigen Monaten wieder freie Termine vergeben können, stehen vor allem Privatärzte vor der Herausforderung, ihre Kapazität möglichst gut auszulasten. Doch auch wenn kassenärztliche Praxen in der Regel terminlich gut ausgelastet sind, ist es wirtschaftlich lohnenswert, gezielt Selbstzahler sowie Privatpatienten zu gewinnen.

Wieso möchten viele Ärzte mehr Privatpatienten gewinnen?

Für viele Arztpraxen ist es ein wirtschaftliches Ziel, den Anteil an Privatpatienten und Selbstzahlern zu erhöhen. Der Grund dafür liegt in der aktuellen Struktur des deutschen Gesundheitssystems:

90 % der deutschen Bevölkerung sind gesetzlich krankenversichert. GKV-Leistungen unterliegen jedoch strengen Budgetierungen durch die Kassenärztliche Vereinigung. Das bedeutet, dass, selbst wenn eine Praxis zeitlich vollständig ausgelastet ist, GKV-Leistungen nur bis zu einem bestimmten Punkt abgerechnet werden dürfen. Zusätzliche Arbeit führt in diesen Fällen nicht automatisch zu mehr Umsatz.

Wichtig:
Nicht nur Privatpraxen, sondern auch kassenärztliche Praxen können über ihr Praxismarketing gezielt Selbstzahler und Privatpatienten erreichen und auf diese Weise die Profitabilität ihrer Praxis erhöhen.

Bei Privatpatienten sieht das anders aus: Hier erfolgt die Vergütung pro erbrachter Leistung, ohne Budgetgrenzen oder Pauschalen. Auch Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) können unabhängig vom Versichertenstatus privat in Rechnung gestellt werden.

Praxen, die diese Angebote gezielt bewerben, steigern damit ihre Profitabilität sowie ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit. So machte die Privatabrechnung in Arztpraxen im Jahr 2019 laut Statistischem Bundesamt (Destatis) 25,9 % und in Zahnarztpraxen sogar 47,4 % der Einnahmen aus.

Darüber hinaus bieten Privatleistungen in vielen Fällen mehr Spielraum für intensive Beratung, moderne Diagnostik oder innovative Behandlungsmethoden, die über die Regelversorgung hinausgehen. Das kommt nicht nur Ihrer Praxis, sondern auch Ihren Patienten zugute.

Intensiver Wettbewerb um Privatpatienten:
Privatpatienten sind eine attraktive, jedoch deutlich kleinere Zielgruppe: Laut Angaben des GKV-Spitzenverbandes sind rund 90 % der deutschen Bevölkerung gesetzlich krankenversichert. Hinzu kommt, dass Patienten, die ihre Arzt-Rechnungen letztlich (zum Teil) selbst begleichen, häufig höhere Ansprüche mitbringen. Der Kampf um die somit vergleichsweise wenigen Privatpatienten ist entsprechend härter. Gut durchdachtes Praxismarketing und ein überzeugender Außenauftritt sind hier besonders entscheidend.

Zielgruppe: Wen müssen Ärzte ansprechen, um mehr Privatpatienten zu gewinnen?

Um im Rahmen Ihres Praxismarketings gezielt Privatpatienten anzusprechen, lohnt sich ein Blick auf die sogenannten Sinus-Milieus. Hierbei handelt es sich um ein Modell zur Zielgruppenbeschreibung, das Menschen nicht nur anhand von klassischen soziodemografischen Merkmalen (wie Alter, Einkommen, Bildung) einteilt, sondern auch nach ihren Lebensauffassungen, Werten und Alltagswelten. Das Modell wurde vom deutschen SINUS-Institut entwickelt und ist besonders in Marketing, Marktforschung und Sozialwissenschaften weit verbreitet.

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Freude

Laut einer Studie der Fachhochschule Frankfurt/Main und des SINUS-Instituts Heidelberg sind privatkrankenversicherte Patienten insbesondere in den Milieus der Oberschicht repräsentiert, das heißt sie sind den Konservativ-Etablierten, den Liberal-Intellektuellen und den Performern zuzuordnen.

Informationen dazu, wodurch sich diese drei Zielgruppen auszeichnen, finden Sie im Folgenden. Die Charakteristika der jeweiligen Milieus geben Aufschluss darüber, wie Sie Privatpatienten bestmöglich erreichen und für sich gewinnen können. Erste Tipps für die Ansprache der jeweiligen Zielgruppe finden Sie ebenfalls in der folgenden Übersicht:

Konservativ-Etablierte Liberal-Intellektuelle Performer
Grundhaltung Werteorientiert, traditionsbewusst, verantwortungsvoll Kritisch-reflektierend, aufgeklärt, tolerant Leistungsstark, effizient, erfolgsorientiert
Lebensstil & Selbstbild Streben nach Stabilität und gesellschaftlicher Ordnung Bildung, kulturelle Vielfalt und Individualität im Fokus Technikaffin, global denkend, jederzeit anpassungsfähig
Wertvorstellungen Pflichtgefühl, Disziplin, gesellschaftliches Engagement Selbstverwirklichung, Gerechtigkeit, Offenheit Erfolg, Wettbewerb, Selbstoptimierung
Konsumverhalten Qualitätsbewusst, klassisch, nicht auf kurzfristige Trends ausgerichtet Nachhaltig, informiert, kritisch gegenüber Massenkonsum Markenbewusst, innovativ, trendaffin
Mediennutzung & Kommunikation Qualitätsmedien, Print, zurückhaltend in sozialen Medien Breite Mediennutzung, insbesondere online Digital-first, schnelle Informationsverarbeitung
Wer gehört dazu? Selbstständige Unternehmer, höhere Beamte, leitende Angestellte Akademiker, Freiberufler, Kulturschaffende, Journalisten Führungskräfte, Consultants, junge Aufsteiger mit Karrierefokus
Tipps für die Zielgruppen-Ansprache Termine außerhalb der üblichen Arztsprechzeiten anbieten, kurze Wartezeiten, herausragende ärztliche Leistungen, Exklusivität in Lage, Ausstattung und Einrichtung Offenheit für alternative Medizin & Naturheilverfahren, ganzheitliche Betrachtung der Gesundheit, Betonung auf individuelle Beratung statt Standardlösungen Newsletter zur Gesundheitsförderung und Präventivmaßnahmen, Online-Terminvergabe, kurzfristige Terminvergabe, kurze Wartezeiten, Business-orientierte Zusatzleistungen (z. B. Management-Coachings zu Stress, Ernährung, Schlaf)

5 Tipps zur Gewinnung von Privatpatienten

Viele der Marketingmaßnahmen, die sich zur Ansprache gesetzlich versicherter Patienten eignen und die Sie weiter oben kennengelernt haben, können auch bei der Gewinnung von Privatpatienten erfolgreich sein – vorausgesetzt, sie werden strategisch auf die Erwartungen und Bedürfnisse dieser Zielgruppe abgestimmt. Denn wer gezielt Privatpatienten ansprechen möchte, sollte seine Positionierung schärfen, Vertrauen aufbauen und im Außenauftritt die eigene Qualitätsorientierung betonen. Die folgenden Tipps zeigen, worauf es dabei ankommt.

  1. Klare Positionierung & Spezialisierung
    Heben Sie Ihre Spezialisierung und Alleinstellungsmerkmale hervor. Patienten entscheiden sich vor allem dann für eine Privat- oder Selbstzahlerleistung, wenn Sie deren individuellen Bedarf klar bedienen. Ob besondere Schwerpunkte, moderne Diagnoseverfahren oder spezifische Therapieangebote – machen Sie deutlich, was Ihre Praxis einzigartig macht.
  2. Hochwertiger Außenauftritt
    Setzen Sie auf eine professionelle Website mit vertrauensbildenden Elementen. Dazu zählen aussagekräftige Texte, Fotos der Räumlichkeiten, eine Vorstellung des Teams sowie echte Patientenbewertungen. Wichtig für Privatpatienten ist zudem eine transparente Darstellung Ihrer Leistungen, auch außerhalb der GKV-Versorgung.
  3. Komfort & Servicequalität
    Kurze Wartezeiten, flexible Terminvergabe und eine angenehme Praxisatmosphäre sind für viele Privatpatienten entscheidend. Wer Business-orientierte Patienten ansprechen möchte, sollte außerdem über Termine in Randzeiten (z. B. abends) oder spezielle Services (z. B. Online-Sprechstunden) nachdenken.
  4. Gesundheitsbewusstsein ansprechen
    Eine Möglichkeit, die gesundheitsbewussten Privatpatienten zu gewinnen, besteht darin, sich als Praxis mit präventivem Fokus zu positionieren. Newsletter zu Gesundheitsthemen, individuelle Vorsorgepakete oder Workshops zu Stressbewältigung und Ernährung kommunizieren, dass Sie in Ihrer Praxis nicht erst bei akuten Beschwerden handeln, sondern bereits im Vorfeld die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Patienten priorisieren.
  5. Zielgruppenorientierte Ansprache
    Passen Sie Ihre Kommunikation an die Lebenswelten Ihrer Zielgruppe an. Für konservativ-etablierte Patienten etwa steht Seriosität und Exklusivität im Fokus, für Performer Geschwindigkeit und Effizienz. Die Tonalität Ihrer Website, Ihre Werbemedien und selbst Ihr Praxisdesign sollten diese Werte spiegeln.
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Arzt

Checkliste: Patientenakquise erfolgreich gestalten

Mit dieser Checkliste behalten Sie alle zentralen Maßnahmen im Blick: von der strategischen Planung bis zur gezielten Ansprache Ihrer Wunschpatienten. Besonders relevant ist sie für Praxen, die mehr Privatpatienten gewinnen oder ihre digitale Sichtbarkeit verbessern möchten.

Basismaßnahmen zur Patientenakquise

  • Strategie entwickeln
    • Ausgangssituation analysieren
    • Wunschpatienten definieren
    • Patient Journey nachvollziehen
    • Ziele setzen
    • Positionierung & Alleinstellungsmerkmale ausarbeiten
  • Praxiswebsite professionell aufsetzen
  • Praxiswebsite für Suchmaschinen optimieren
  • Google-Unternehmensprofil pflegen (Google Maps)
  • Profile in Bewertungsportalen anlegen & pflegen
  • Profile in Terminbuchungstools anlegen & mit Terminplaner-Software synchronisieren
  • Recall-Management etablieren [Fachbereiche mit Nachsorge, Prävention]

Erweiterte Maßnahmen zur Patientenakquise

  • Newsletter Marketing umsetzen [Hausärzte, Gynäkologen, Kinderärzte]
  • Social Media Marketing aufbauen
    • Social Media Profile anlegen
    • Hochwertige Inhalte erstellen
    • Bezahlte Werbung schalten [Privatpraxen]
  • Bezahlte Google-Werbung schalten (Google Ads) [Privatpraxen, Neugründungen]
  • Pressearbeit aufbauen & relevante Inhalte platzieren
  • Shooting für professionelle Fotos und Videos organisieren [Privatpraxen, visuell erklärungsbedürftige Leistungen]
  • Netzwerken & Kooperationen aufbauen [Facharztpraxen, Überweiserstrukturen]

Erfolgsmessung & Optimierung

  • Patientenfeedback regelmäßig auswerten
  • Erfolge messen & Maßnahmen anpassen (z. B. Websitezugriffe, neue Patiententermine)
  • DSGVO-Konformität aller Maßnahmen prüfen

Anbieter-Übersicht: Diese Agenturen unterstützen Sie in der Patientenakquise

Nicht jede Praxis kann und möchte alle Maßnahmen der Patientenakquise selbst umsetzen. Ob Website-Erstellung, Suchmaschinenoptimierung, bezahlte Werbung oder Social Media: Verschiedene spezialisierte Dienstleister unterstützen Sie dabei, Ihre Ziele effizient zu erreichen. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen passende Partner für Ihr Praxismarketing.

Fazit: Patientenakquise mit System und Strategie

Eine erfolgreiche Patientengewinnung, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klar durchdachten Strategie. Wer seine Zielgruppen kennt, die Patient Journey versteht und die passenden Marketinginstrumente (sowohl online als auch offline) gezielt einsetzt, schafft es, nachhaltig sichtbar zu werden und Vertrauen bei potenziellen Patienten aufzubauen. Hierbei ist es wichtig, den eigenen Weg zu finden, der zu Ihrer Praxis, zu Ihrem Team und zu Ihren Wunschpatienten passt. Indem Sie diesen Weg konsequent verfolgen, legen Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Patientenakquise und einen langfristigen Praxiserfolg.

Häufige Fragen zur Patientenakquise

Patientenakquise bezeichnet alle Maßnahmen, die der Patientengewinnung dienen. Dazu zählen unter anderem Online-Marketing, die Sichtbarkeit auf Bewertungsportalen, Kooperationen mit anderen Heilberuflern sowie auch gezielte Pressearbeit. Ziel ist es, die Bekanntheit der Praxis zu steigern und gezielt Wunschpatienten zu gewinnen.

Ärzte können neue Patienten gewinnen, indem sie ihre Sichtbarkeit verbessern und gleichzeitig Vertrauen aufbauen. Dies kann zum Beispiel über eine optimierte Website, Suchmaschinenoptimierung, Bewertungsportale oder soziale Medien geschehen.

Ärzte, die mehr Privatpatienten gewinnen möchten, sollten sich mit gezieltem Praxismarketing als spezialisierte, hochwertige Praxis positionieren – etwa durch klare Alleinstellungsmerkmale, eine starke Online-Präsenz, hochwertige Inhalte und patientenorientierten Service mit kurzen Wartezeiten und individueller Betreuung.

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