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Niedergelassene Ärzte

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Zeit und Kosten in der Arztpraxis sparen

Als niedergelassener Arzt ist die für Patienten verfügbare Zeit knapp und die Kosten der Praxis sind hoch. Doch es gibt Einsparpotenzial. Die naheliegenden Einsparmöglichkeiten liegen offensichtlich im Bereich Personal, da die Personalkosten meist wenigstens die Hälfte der Praxisaufwendungen ausmachen. Da ein guter Praxisbetrieb allerdings auch mit dem Personal steht und fällt, sollten Ärzte anstelle von Personaleinsparungen alternative Potenziale bei externen Dienstleistern ausschöpfen.

Privatärztliche Verrechnungsstellen verringern den Aufwand

Zeitaufwändige Arbeiten wie die Honorarabrechnungen privatärztlicher Behandlungen lassen sich durch externe Dienstleister erledigen. Die privatärztlichen Abrechnungsstellen sind als Abrechnungsdienstleister für niedergelassene Ärzte und Medizinische Versorgungszentren ein wichtiger Partner für den gemeinsamen Erfolg bei der Abrechnung, Korrespondenz und – wenn nötig – dem Mahnverfahren mit den Patienten. Sie übernehmen Verwaltungsaufgaben im Namen der Praxis und sorgen damit für mehr freie Personalstunden. Diesen nicht unerheblichen Zeitaufwand können niedergelassene Ärzte stattdessen in die Betreuung der Patienten investieren und somit mehr Umsatz erzielen, als wenn die Honorarabrechnung selbständig abgewickelt wird. Zudem sind die anfallenden Kosten der privatärztlichen Abrechnungsstellen steuerlich voll abzugsfähig.

Doch wie können niedergelassene Ärzte nun Geld sparen, wenn sie bereits mit einer Abrechnungsstelle zusammenarbeiten? Ganz einfach: Die Abrechnungsstellen in Deutschland haben individuelle Preise, Konditionen und besondere Tarife. Ein einfacher Wechsel von der bisherigen Verrechnungsstelle zu einem neuen Abrechnungsdienstleister kann Leistungsverbesserungen mit sich bringen und langfristig sehr viel Geld einsparen.

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Darum sollten Ärzte die Privatabrechnung einer Abrechnungsstelle anvertrauen

  • medizinische Abrechnungsdaten sind sicher und Sicherheitskopien müssen somit nicht regelmäßig manuell erstellt werden
  • Abrechnungsstellen erstellen Reports mit Zusammenfassungen
  • Abrechnungsstellen kennen die GOÄ aus dem Effeff und können effizienter abrechnen
    (z.B. GOÄ 8, GOÄ 70 oder DMP Abrechnungen)
  • Leichenschau, Fremdanamnese, Notfalldienst und Co. werden korrekt abgerechnet
  • Zeitraubender Schriftverkehr mit Patienten und Kostenträgern entfällt
  • Liquidität durch schnelle Auszahlungen und Ausfallschutz
  • Der Patient zahlt nicht? Auch das Mahnwesen entfällt für Praxisbetreiber

Die eigene Praxis oder ein Zusammenschluss mit weiteren Ärzten?

Niedergelassene Ärzte sind die in Deutschland am häufigsten anzutreffenden Mediziner und definieren sich dadurch, dass sie selbständig, alleine oder mit anderen Ärzten eine (Gemeinschafts-) Praxis oder ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) betreiben.

Die eigene Praxis ist für viele junge Ärzte ein großer Traum. Im Jahr 2018 verzeichnete die Bundesärztekammer rund 392.400 berufstätige Ärzte in Deutschland, von denen der Großteil auf niedergelassene Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen fällt. Dagegen sind rund 123.200 Mediziner ohne ärztliche Tätigkeit bei unterschiedlichen Einrichtungen tätig. Dies können privatärztliche Verrechnungsstellen, leitende Positionen in Pflegeeinrichtungen oder im Gesundheitsmanagement sein. All diese Einrichtungen können von der medizinischen Expertise und der Erfahrung aus dem Praxisalltag der Ärzte profitieren.

Zurück zur eigenen Praxis: Zur Wahl steht entweder eine Neugründung oder aber auch die Übernahme einer bestehenden Praxis eines z.B. kurz vor dem Ruhestand stehenden Hausarztes. Die Kosten einer Arztpraxis starten für Neugründer und Übernahmen durchschnittlich bei etwa 100.000 Euro und sind daher für beide Varianten ähnlich hoch. Junge Ärzte und Absolventen können diese Investition meist nicht aus eigenen Mitteln aufzubringen. Wer sich jedoch den Traum einer eigenen Praxis (oder einer Gemeinschaftspraxis mit weiteren Ärzten) verwirklichen möchte, dem stehen verschiedene Möglichkeiten der Praxisfinanzierung zur Verfügung.

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Finanzierung einer Arztpraxis

Die hohen Investitionen einer Arztpraxis sollten nicht voreilig getätigt werden, denn die Kosten für die Übernahme einer Praxis sowie Investitionen in Labor- und Medizintechnik können schnell auf über 100.000 Euro anwachsen. Dafür stehen Ärzten mit Krediten und Leasing oder Mietkauf für Medizingeräte verschiedene Finanzinstrumente zur Verfügung. Ein zuverlässiges Finanzierungskonzept ist Pflicht und sollte daher mit einem Fachmann oder Berater auf die individuellen Gegebenheiten hin entwickelt werden. Dieser Berater kann zudem auch die Möglichkeiten auf staatliche Förderung oder Bezuschussung prüfen und beantragen.

Aufgaben eines niedergelassenen Arztes

Niedergelassene Ärzte arbeiten meist in einer überschaubaren Praxis und haben mit der Anzahl an Patienten sowie den Krankheitsbildern mit einem Krankenhaus oder einer Privatklinik oft nur wenig gemeinsam. Doch was ist das eigentliche Kerngeschäft eines niedergelassenen Hausarztes oder Facharztes? Im Vergleich zum Krankenhaus nehmen diese Ärzte häufig auch die wichtige Beratungsfunktion ein, da Patienten im Krankenhaus teilweise sehr langen Wartezeiten ausgesetzt sind und Krankenhäuser zudem weit entfernt sein können.

Ein niedergelassener Arzt hat natürlich weitaus mehr Aufgabengebiete als die reine Beraterrolle. So besteht der Alltag eines Arztes aus einer Mischung aus Vorsorgeterminen, der Behandlung von saisonalen (z.B. Magen-Darm-Infekte oder Grippe-Viren) oder chronischen Krankheiten oder Akutbeschwerden (z.B. ein Knochenbruch oder ein Hexenschuss). Natürlich stehen den Patienten die Türen des Arztes auch bei einem Unfall offen. Niedergelassene Ärzte therapieren ihre Patienten jedoch in der Regel nicht bis zum Ende, wie es in Krankenhäusern üblich ist. Dazu stellen Hausärzte regelmäßig Überweisungen zu anderen Fachärzten, Heilpraktikern oder Physiotherapeuten (z.B. bei haltungsbedingten Rückenbeschwerden) aus, um die Patienten auf den letzten Metern zur vollständigen Genesung zu behandeln.

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Praxisstruktur: Ein Arzt kommt selten allein

So sind auch niedergelassene Ärzte in einer Einzelpraxis keinesfalls Einzelkämpfer. In jeder Arztpraxis arbeiten neben dem Arzt mehrere Medizinische Fachangestellte (MFA) und Assistenten, um den Arzt bei den Behandlungen zu unterstützen oder die Administration mit den Patienten abzuwickeln. Häufig finden Patienten mehr als nur einen Arzt innerhalb einer Praxis. Wie die meisten anderen Berufsfelder können auch Ärzte sich aussuchen, ob sie selbständig bzw. freiberuflich in der eigenen Praxis arbeiten oder lieber in der Praxis eines anderen Arztes angestellt sein möchten. Praxisinhaber können je nach Praxisgröße auch komplett von der persönlichen Behandlung der Patienten zurücktreten und diese Aufgaben an die angestellten Ärzte übertragen, während der Inhaber als Geschäftsführer agiert und sich um die vielen anderen wichtigen Aufgaben des Praxisbetriebs kümmert.

Weiterhin ist auch eine gleichzeitige Anstellung im Krankenhaus und einer Praxis möglich. Als Belegarzt geht man sodann einen Vertrag mit dem Krankenhaus ein, um Betten mit eigenen Patienten zu belegen. Diese Form der ärztlichen Anstellung findet sich häufig bei den folgenden Fachrichtungen wieder: HNO-Arzt, Gynäkologe, Urologe, Augenheilkundler sowie Mund-Kiefer-Gesichtschirurg.

Alltag eines niedergelassenen Arztes in der Praxis

Niedergelassene Hausärzte arbeiten in Deutschland laut Ärztemonitor der Kassenärztlichen Bundesvereinigung durchschnittlich 50 Stunden pro Woche, was neben den zeitraubenden Aufgaben wie der Honorarabrechnung und sonstigen kaufmännischen Tätigkeiten zur Behandlung von etwa 53 Patienten reicht. Darunter fallen neben den gewöhnlichen Sprechstunden auch Hausbesuche, Fort- und Weiterbildungen sowie die Koordination der Praxismitarbeiter. Je nach Art der Anstellung können auch Bereitschafts- sowie Notdienste an Sonn- und Feiertagen in den Arbeitsalltag eines niedergelassenen Arztes einfließen. Niedergelassene Fachärzte arbeiten mit durchschnittlich 48 Wochenstunden zwei Stunden weniger als die Hausärzte und behandeln in dieser Zeit mit 37 Patienten deutlich weniger Menschen. Ursächlich für diese Abweichung sind die teilweise deutlich zeitintensiveren Behandlungen der ärztlichen Fachrichtungen.

Ärztliche Fachrichtungen

Radiologie

Auch Strahlenheilkunde genannt, befasst sich der Radiologe mit der Anwendung elektromagnetischer Strahlen. Die Bekanntesten sind die Röntgenstrahlen, gefolgt von der Behandlung mit Gammastrahlen oder Elektronen. Ein Radiologe muss zur Erlangung dieses Facharztes eine fünfjährige Weiterbildung absolvieren. Wissenschaftlich befasst er sich mit der Frage des Strahlenschutzes und den Auswirkungen der Strahlenbelastung auf den menschlichen Körper.

Dermatologie

Dermatologen befassen sich mit dem Hautgewebe. Sie führen regelmäßige Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen durch und behandeln Entzündungen sowie Verbrennungen. Im Jahr 2010 gab es in Deutschland rund 5.300 niedergelassene Hautärzte.

Orthopädie

Die Orthopädie gehört zu den ältesten medizinischen Teilbereichen und entwickelte sich aus der der Behandlung von Tuberkulosekranken und verletzten Kriegsopfern. Heute behandeln Orthopäden häufig Verschleißerkrankungen (degenerative Erkrankungen) und Fehlbildungen des menschlichen Bewegungsapparates (z.B. Körperhaltung) und rehabilitieren Patienten. Es sind diverse Schnittstellen von Orthopädie und Chirurgie wie z.B. Sehnenrisse und -rupturen, Bänderrisse, Handchirurgie bekannt.

Ophthalmologie

Die Augenheilkundler oder Augenärzte befassen sich mit dem Aufbau und der Funktion des Sehorgans inkl. der Behandlung seiner Erkrankungen, Störungen und Hilfsorgane. Ein früherer Titel des Augenarztes war Okulist. Die Augenheilkunde gehört heute zur chirurgischen Teildisziplin und beinhaltet mit der Operation des Grauen Stars die weltweit kostspieligste und gleichzeitig häufigste Operation durch.

Urologie

Niedergelassene oder klinisch tätige Urologen beschäftigen sich mit Niere, Harnblase, Harnleiter und Harnröhre sowie mit den männlichen Geschlechtsorganen. Ihren Ursprung fand die Urologie im 20. Jahrhundert in der Chirurgie. Häufige Behandlungsfelder sind die Krebsfrüherkennung, operative Therapien, Erkrankungen der Prostata sowie Operationen von Tumoren.

Chirurgie

Die Chirurgie ist eine der bekanntesten Facharztrichtungen und wird in acht weitere Bereiche unterteilt. Dazu gehören neben den Allgemeinchirurgen auch Herzchirurgen, Unfallchirurgen und Plastische Chirurgen. Früher mussten Chirurgen äußerst schnell arbeiten, um Todesfälle durch Schmerz oder Schock zu vermeiden. Die heutige Leistungsfähigkeit dieser Fachärzte wäre ohne die nachfolgenden Leistungserbringer undenkbar.

Anästhesie

Diese interdisziplinäre Facharztrichtung umfasst diverse Verfahren zur Vor- und Nachbehandlung und Aufrechterhaltung der körperlichen Funktionsfähigkeit während operativer Eingriffe unter Narkose. Auch die Überwachung der noch narkotisierten Patienten im Aufwachraum fällt in den Tätigkeitsbereich eines Anästhesisten. Die Weiterbildung dauert fünf Jahre.

Innere Medizin

Internisten oder auch Allgemeinmediziner sind die häufigsten in niedergelassenen Arztpraxen ansässigen Ärzte. Sie behandeln alle Patienten mit allgemeinen Krankheitsbildern. Darunter fallen auch viele vorbeugende Behandlungen.

HNO

Der Hals-Nasen-Ohrenarzt wird in Deutschland häufig in der kalten Jahreszeit aufgesucht, da er die klassischen Erkrankungen der Luftwege (Nasennebenhöhlen), des Rachens und Kehlkopfes sowie der Mundhöhle behandelt.

Gynäkologie

Gynäkologen behandeln die weiblichen Geschlechtsorgane und unterscheiden sich dadurch von den Urologen, die neben den männlichen Geschlechtsorganen auch harnbildende und harnableitende Organe (Niere, Harnblase, Harnleiter und Harnröhre) beider Geschlechter behandeln. Im engeren Sinne behandeln niedergelassene Gynäkologen nicht schwangere Frauen. Zudem gehört die Behandlung von Krankheitsbildern der Brust zu den Aufgaben eines Gynäkologen, dessen Facharzt-Ausbildung in Deutschland zusammen mit der Geburtshilfe gelehrt wird.

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