Praxissoftware für Psychotherapeuten (inkl. Anbieter-Vergleich und Checkliste)

Praxissoftware Psychotherapie
Anbieter-Vergleich

Ob Terminplanung, Verlaufsdokumentation, Antragswesen oder Abrechnung: In der psychotherapeutischen Praxis laufen diese Aufgaben in der Praxissoftware zusammen. Im Folgenden lesen Sie, welche Anforderungen verpflichtend sind, welche Kriterien bei der Auswahl zählen und welche Anbieter zu welcher Praxis passen.

Kurz und knapp

  • Kassensitz oder Privatpraxis: Für die Abrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) brauchen Sie ein KBV-zugelassenes System mit Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Eine reine Privatpraxis ist daran nicht gebunden und kann auch schlankere Lösungen nutzen.
  • Abrechnung abbilden: Die Software sollte den EBM sowie GOÄ/GOP samt der Analogziffern seit Juli 2024 unterstützen und, sofern Sie die Abrechnung auslagern, die Rechnungsdaten per PAD oder PADneXt-Schnittstelle an eine Abrechnungsstelle exportieren können.
  • Auswahlkriterien: Ausschlaggebend für die Auswahl Ihrer psychotherapeutischen Praxissoftware sind u. a. Betriebssystem und Betriebsmodell, psychotherapiespezifische Funktionen, Schnittstellen und Kosten.

Was leistet eine Praxissoftware für Psychotherapeuten?

Ein Praxisverwaltungssystem (PVS) ist die zentrale Software, mit der eine Praxis Termine, Patientendaten, Dokumentation und Abrechnung verwaltet. In der Psychotherapie kommt es dabei weniger auf ein breites körpermedizinisches Behandlungsspektrum an als auf das Antrags- und Berichtswesen, die Verwaltung der Therapiekontingente und die korrekte Abrechnung nach den passenden Gebührenordnungen.

Wichtigste Unterscheidung für die Auswahl einer Praxissoftware: Kassensitz oder Privatpraxis?

Wer gesetzlich Versicherte über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) abrechnet, ist an ein von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zugelassenes System gebunden. Eine reine Privatpraxis ist hingegen flexibler in der Software-Auswahl und kann auch browserbasierte oder kostengünstige Lösungen ohne Telematikanbindung einsetzen. Von der Frage, ob Sie als Kassenpraxis gegenüber der KV abrechnen oder ob es sich um eine reine Privatpraxis handelt, hängt dementsprechend ab, welche Anforderungen für Sie verpflichtend sind und welche Systeme infrage kommen.

Wie sich die Anforderungen je Berufsgruppe unterscheiden, zeigt die folgende Übersicht.

Berufsgruppe Abrechnung Software-Bedarf
Approbierte Psychologische Psychotherapeuten mit Kassensitz KV (EBM) und privat (GOP) KBV-zugelassenes PVS mit TI-Anbindung
Ärztliche Psychotherapeuten KV (EBM) und privat (GOÄ) KBV-zugelassenes PVS mit TI-Anbindung
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP) KV (EBM) und privat (GOP) KBV-zugelassenes PVS mit TI-Anbindung
Psychotherapeuten in reiner Privatpraxis Privat (GOP), Selbstzahler, Kostenerstattung PVS ohne Pflicht zu KBV-Zulassung und Telematikinfrastruktur
Heilpraktiker für Psychotherapie, systemische Berater Selbstzahler, GebüH Schlanke Verwaltungssoftware ohne TI-Anbindung

Gut zu wissen: EBM, GOÄ, GOP und GebüH kurz erklärt
In der Psychotherapie gibt es vier Abrechnungsgrundlagen. Welche für Sie zählt, hängt von Ihrer Berufsgruppe und Ihrem Abrechnungsweg ab: Mit Kassensitz rechnen Sie gesetzlich Versicherte über den EBM ab und Privatleistungen je nach Profession über GOÄ oder GOP. In der reinen Privat- oder Heilpraktiker-Praxis spielt der EBM keine Rolle. Die folgende Übersicht ordnet die vier Begriffe ein.

  • Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM): Grundlage für die Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen über die Kassenärztliche Vereinigung. Relevant für alle mit Kassensitz.
  • Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ): Grundlage für privat erbrachte Leistungen ärztlicher Psychotherapeuten.
  • Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP): Grundlage für privat erbrachte Leistungen approbierter Psychologischer Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Sie verweist inhaltlich auf die GOÄ und nutzt einen Teil der GOÄ-Ziffern.
  • Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH): Orientierungsgrundlage für Heilpraktiker für Psychotherapie. Eine unverbindliche Empfehlung, da Heilpraktiker ihr Honorar frei vereinbaren.
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Welche Anforderungen sind für die Abrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung Pflicht?

Für die Abrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung sind drei Anforderungen Pflicht: ein KBV-zugelassenes Praxisverwaltungssystem, die bestandene Konformitätsbewertung (KOB) der gematik und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Diese Anforderungen gelten unabhängig von der Praxisgröße und sollten vor jedem Detailvergleich geprüft werden.

Wofür ist die KBV-Zulassung nötig?

Die KBV-Zulassung Ihrer Praxisverwaltungssoftware ist nötig, um gesetzlich Versicherte über die Kassenärztliche Vereinigung abzurechnen. Der Grund liegt im Datenformat: Ihre Quartalsabrechnung muss bundeseinheitlich aufbereitet an die Kassenärztliche Vereinigung (KV) übermittelt werden, und nur geprüfte Systeme erzeugen dieses Format korrekt und lesen die elektronische Gesundheitskarte regelkonform aus.

Über die reine Zulassung hinaus können Hersteller freiwillig eine Rahmenvereinbarung nach § 332b SGB V eingehen. Diese Vorschrift verlangt zusätzliche Leistungs- und Servicezusagen und erlaubt dem Anbieter, das Kennzeichen „PVS mit KBV-Vertrag“ zu nutzen.

Führen Sie dagegen eine reine Privatpraxis, entfällt die Zulassungsfrage vollständig. Sie sind in der Auswahl einer Praxissoftware für Ihre psychotherapeutische Praxis entsprechend flexibler.

Praxissoftware für Psychotherapeuten (inkl. Anbieter-Vergleich und Checkliste)
Praxissoftware Psychotherapie

Was bedeutet die Konformitätsbewertung (KOB) der gematik?

Die Konformitätsbewertung (KOB) ist ein Prüfverfahren der gematik, das ein Praxisverwaltungssystem auf die vorgeschriebenen Sicherheits- und Funktionsvorgaben testet. Die gematik verantwortet als nationale Agentur für digitale Medizin die Telematikinfrastruktur und stellt mit der KOB sicher, dass ein Hersteller diese Vorgaben einhält.

Seit dem Digital-Gesetz (DigiG) vom März 2024 genügt die KBV-Zulassung für die Abrechnung gegenüber der KV damit allein nicht mehr: Jedes System, das Abrechnungsdaten an die Kassenärztliche Vereinigung übermitteln möchte, muss zusätzlich die oben genannte Konformitätsbewertung der gematik durchlaufen.

Für etablierte Systeme ist diese Prüfung meist längst erledigt. Nach Angaben der gematik deckten die bis Dezember 2025 erfolgreich bewerteten Systeme rund 98 Prozent des Praxis-Software-Marktes ab. Ob Ihr Wunschsystem dazugehört, können Sie vor der Entscheidung unkompliziert direkt in der Positivliste der gematik abgleichen.

Welche Telematik-Anwendungen muss eine Praxissoftware für Psychotherapeuten unterstützen?

Für die psychotherapeutische Praxis zählen vor allem drei Telematik-Anwendungen:

Das ebenfalls dazugehörige E-Rezept fällt in der reinen Psychotherapie kaum ins Gewicht, da Psychotherapeuten tendenziell eher selten Medikamente verordnen.

Im Alltag kommt es weniger auf die bloße Verfügbarkeit als auf die Stabilität dieser Anwendungen an. Wie holprig der Betrieb sein kann, zeigt die Zi-Befragung 2025: 82 Prozent der Praxen meldeten wiederkehrende Probleme allein beim Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte. Ein System, das die Telematik-Anwendungen verlässlich bedient, erspart Ihnen deshalb spürbar Reibung.

Wichtig: Frist für die Konformitätsbewertung ab 2026
Ab dem 1. Januar 2026 ist die bestandene Konformitätsbewertung (KOB) Voraussetzung, um ein System für die Abrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung einzusetzen (§ 372 SGB V). Eine gesetzliche Ausnahme gibt es nicht; für Praxen, deren System nicht rechtzeitig zertifiziert ist, hat die KBV aber Übergangsfristen geregelt. Wer eine reine Privatpraxis führt, ist nicht betroffen, da dort nicht über die KV abgerechnet wird.

Welche Funktionen sind in der psychotherapeutischen Praxis entscheidend?

In der Psychotherapie zählen vor allem vier Funktionen: das Antrags- und Berichtswesen, die Therapiekontingent-Verwaltung, die Anbindung von Testverfahren und die Videotherapie. Jenseits dieser Schwerpunkte bestimmt der gesamte fachliche Funktionsumfang, ob eine Software den psychotherapeutischen Alltag erleichtert. Die folgende Übersicht bündelt die relevanten Funktionen; anschließend vertiefen wir die Punkte, die bei der Auswahl besonders ausschlaggebend sind.

Im Überblick: Relevante Funktionen für die Praxissoftware für Psychotherapeuten

  • Termin- und Kontingentverwaltung: verbindet die Sitzungsplanung mit dem Blick auf bewilligte Einheiten und Restkontingente, idealerweise mit Erinnerungs- und Ausfallhonorar-Funktion bei kurzfristigen Absagen.
  • Verlaufsdokumentation: hält Sitzungen, Befunde und den Therapieverlauf strukturiert und auffindbar fest, oft über Vorlagen für wiederkehrende Eintragungen.
  • Antrags- und Berichtswesen: erstellt die Formulare für den Antrag an die Krankenkasse und den anonymisierten Bericht an den Gutachter inklusive Fristenüberwachung.
  • Abrechnung: rechnet Kassenleistungen nach dem EBM sowie Privatleistungen nach GOÄ und GOP samt der Analogziffern seit Juli 2024 ab und unterstützt beim Export an eine Abrechnungsstelle.
  • Testdiagnostik: bindet psychometrische Verfahren an, etwa über die Hogrefe Testzentrale, und übernimmt die Ergebnisse direkt in die Dokumentation.
  • Gruppentherapie: organisiert Gruppen, Teilnehmer und die zugehörige Abrechnung, inklusive der korrekten Zuordnung je Teilnehmer und Sitzung.
  • Videotherapie: ermöglicht Sitzungen über eine gesicherte, datenschutzkonforme Videoverbindung, am besten direkt im System statt über Drittsoftware.
  • Supervision und Ausbildung: dokumentiert Supervisionseinheiten und den Ausbildungsstand, relevant für Ausbildungsinstitute und Therapeuten in Ausbildung.
  • Datenschutz und Schweigepflicht: bildet Rollenrechte, Verschlüsselung und revisionssichere Protokolle ab, was bei besonders sensiblen Therapieinhalten zentral ist.

Ein Teil dieser Funktionen, etwa Terminplanung, Dokumentation und Abrechnung, gehört in nahezu jeder Praxissoftware zur Grundausstattung. Andere Funktionen wiederum sind längst nicht überall gleich gut gelöst und dienen Ihnen daher als wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Ein paar der Bereiche sehen wir uns daher im Folgenden genauer an.

Tipp: KI-Dokumentation als nützliche Ergänzung
Neben der Praxisverwaltungssoftware gibt es eigenständige Werkzeuge zur Spracherkennung und KI-gestützten Dokumentation, sogenannte Ambient-AI-Lösungen, die Gespräche automatisch in eine strukturierte Dokumentation überführen. In der Psychotherapie kann das den Aufwand für die Sitzungsdokumentation verringern, sofern der Einsatz datenschutzrechtlich zulässig ist und die ärztliche und psychotherapeutische Schweigepflicht nach § 203 StGB gewahrt bleibt. Eine ausführliche Übersicht dazu finden Sie in unserem Beitrag zur Spracherkennung und KI-gestützten Dokumentation.

Antrags-, Bewilligungs- und Berichtswesen

In der Richtlinienpsychotherapie steht und fällt der Praxisablauf mit dem Antragswesen, und genau hier trennt sich gute von durchschnittlicher Praxissoftware für Psychotherapeuten. Eine passende Lösung führt Sie durch das gesamte Verfahren: von der Kurzzeittherapie, die in zwei Bewilligungsschritten beantragt wird, über die Umwandlung in eine Langzeittherapie bis zum Fortführungsantrag, jeweils mit den richtigen Formularen (PTV 1 und PTV 2).

Wichtig ist auch die Unterstützung beim anonymisierten Bericht an den Gutachter nach dem Leitfaden PTV 3, denn dieser Bericht entscheidet über die Bewilligung und muss formal sauber sein. Achten Sie darauf, ob das System den Versand über die sichere Kommunikation (KIM) beherrscht, ob es Antragsfristen überwacht, etwa dass die Umwandlung einer Kurzzeit- in eine Langzeittherapie rechtzeitig vor Ausschöpfung des Kurzzeitkontingents beantragt sein muss. Praktisch ist außerdem eine Vorlagenverwaltung für wiederkehrende Textbausteine, die den Berichtsaufwand spürbar senkt.

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Therapiekontingent- und Stundenverwaltung

Eng damit verzahnt ist die Verwaltung der Therapiekontingente, die in der Psychotherapie komplexer ist als in vielen anderen Fachgruppen. Das System sollte bewilligte Einheiten, bereits erbrachte Sitzungen, das Restkontingent und die probatorischen Sitzungen (gemäß § 12 der G-BA-Richtlinie mindestens zwei, bis zu vier Sitzungen bei Erwachsenen) automatisch mitführen, getrennt nach Verfahren und Bewilligungsschritt. Hilfreich ist, wenn die Software die beiden Schritte der Kurzzeittherapie bis zu 24 Sitzungen, die Anrechnung einer Kurzzeittherapie auf das Langzeitkontingent und die je nach Verfahren unterschiedlichen Stundenkontingente der Langzeittherapie korrekt abbildet.

Eine gute Lösung warnt Sie zudem rechtzeitig, bevor ein Kontingent ausgeschöpft ist, sodass Sie einen Umwandlungs- oder Fortführungsantrag stellen können. So vermeiden Sie im Vorfeld, dass Sie eine Sitzung ohne gültige Bewilligung erbringen, die damit im Zweifel nicht vergütet wird. Gerade wenn Sie viele Behandlungen parallel führen, ist dies eine besonders wertvolle Funktion. Achten Sie zudem darauf, wie die Software mit Gruppen, Bezugspersonenstunden (regulär nach der 1:4-Regelung) und Doppelsitzungen umgeht. Eine übersichtliche Darstellung des Kontingentstands je Patient erspart Ihnen im Alltag viele manuelle Prüfungen.

Videotherapie und Online-Sitzungen

Videobehandlungen sind in der Psychotherapie mittlerweile ein fester Bestandteil geworden und senken für viele Patienten die Hürde, Kontakt zu einem Psychotherapeuten aufzunehmen. Daher ist es empfehlenswert, eine Praxissoftware zu wählen, die diese Option unterstützt. Entscheidend ist dabei, dass die Videofunktion datenschutzkonform ist und von einem zertifizierten Anbieter für Videosprechstunden bereitgestellt wird; denn nicht jedes gängige Videotool erfüllt die Anforderungen im Gesundheitswesen.

Am komfortabelsten ist eine Lösung, die direkt in die Software integriert ist, sodass Terminbuchung, Dokumentation und Abrechnung der Online-Sitzung im selben System laufen wie beim Präsenztermin. Achten Sie darauf, ob es eine separate Lizenzgebühr je Videosprechstunde gibt, wie der Patient dem Termin beitritt (idealerweise ohne eigene Softwareinstallation per Link) und ob auch Gruppenvideositzungen möglich sind.

Anbindung von Testverfahren

Psychometrische Testverfahren gehören in Diagnostik und Verlaufskontrolle zum Alltag, und hier unterscheiden sich die Systeme deutlich. Eine direkte Anbindung an Testportale wie die Hogrefe Testzentrale erspart Ihnen das doppelte Erfassen: Sie starten den Test aus der Software heraus, und das Ergebnis fließt automatisch in die Patientenakte zurück, statt dass Sie es von Hand übertragen müssen.

Achten Sie daher bereits im Vorfeld darauf, welche Testbibliotheken ein System unterstützt und ob die Auswertung direkt in Ihre Dokumentation zurückgespielt wird. Wer regelmäßig mit standardisierten Fragebögen arbeitet, etwa zur Eingangsdiagnostik oder zur Messung des Therapieerfolgs, spart damit spürbar Zeit und vermeidet Übertragungsfehler.

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Christoph Lay
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Qualitätssicherung: das QS-Verfahren ambulante Psychotherapie

Das QS-Verfahren ambulante Psychotherapie ist die gesetzliche, einrichtungsübergreifende Qualitätssicherung für die ambulante Psychotherapie. Für die Praxis gewinnt es an Bedeutung, denn es soll perspektivisch das bisherige Gutachterverfahren ablösen. Derzeit läuft bereits die regionale Erprobung in Nordrhein-Westfalen, bevor das Verfahren bundesweit in den Regelbetrieb gehen soll.

Überall dort, wo das Verfahren greift, müssen Praxen zu festgelegten Zeitpunkten strukturierte Daten dokumentieren und übermitteln. Ob diese Dokumentation und Übermittlung nebenbei im System mitläuft oder letztlich manuell erledigt werden muss, hängt davon ab, wie gut Ihre Praxissoftware das QS-Verfahren abbildet.

Stellen Sie Ihrem präferierten Software-Anbieter daher im Vorfeld die folgenden Fragen:

  • Sind die QS-Dokumentationsbögen integriert?
  • Erinnert das System an die Dokumentationszeitpunkte?
  • Erzeugt die Software den Datensatz im vorgeschriebenen Format?
  • Unterstützt die Praxissoftware die Übermittlung möglichst automatisiert?
  • Wird das QS-Modul mit der Ausweitung des QS-Verfahrens fortlaufend aktualisiert?

Das QS-Verfahren im Überblick
Das Verfahren erfasst die Prozess- und Ergebnisqualität der Behandlung über zwei Instrumente. Zum einen dokumentieren die Psychotherapeuten den Behandlungsverlauf strukturiert, mit Angaben zu Diagnostik, Therapiezielvereinbarung, Therapiefortschritt, Kooperation, Therapieende und Outcome. Zum anderen erhalten die Patienten nach Abschluss der Therapie einen Fragebogen, der die Behandlung aus ihrer Sicht bewertet, von der Prozess- und Ergebnisqualität bis zu Kommunikation, Aufklärung und Partizipation. Aus beiden Quellen werden insgesamt 18 Qualitätsindikatoren gebildet, die den gesamten Behandlungsverlauf abbilden. Rechtsgrundlage für die geplante Ablösung des Gutachterverfahrens ist § 92 Absatz 6a SGB V.

Das technische Fundament: Lokal oder Cloud, macOS oder Windows?

Beim technischen Fundament geht es vor allem um die Frage, ob Software und Daten lokal in Ihrer Praxis oder in der Cloud liegen sollen. Während sich die Cloud-Lösungen für jedes Betriebssystem (macOS, Windows etc.) eignen, hängen die lokalen Lösungen eng mit Ihrem Betriebssystem zusammen.

Die Grundsatzentscheidung: Lokale Installation vs. Cloud

Bei einer lokalen Installation (On-Premise bzw. On-Premises) liegen Software und Daten auf einem Rechner oder Server in Ihrer Praxis. Bei einer Cloud-Lösung liegen sie beim Anbieter im Rechenzentrum, und Sie greifen über den Browser darauf zu. Die folgende Gegenüberstellung zeigt, worin sich beide Modelle unterscheiden:

Kriterium Lokal (On-Premises) Cloud
Speicherort der Patientendaten in der Praxis beim Anbieter im Rechenzentrum
Zugriff nur im Praxisnetz vor Ort Zugriff ortsunabhängig über den Browser
Betrieb ohne Internet möglich nicht möglich
Wartung, Updates und Backups selbst zu organisieren übernimmt der Anbieter
Kostenmodell meist einmaliger Kauf, teils mit Wartungsvertrag laufende monatliche Gebühr
Betriebssystem an Windows oder macOS gebunden plattformunabhängig

Kurz gesagt: Eine lokale Installation spielt ihre Stärken aus, wenn Datenhoheit und der Betrieb ohne Internet im Vordergrund stehen. Eine Cloud-Lösung lohnt sich, wenn mehrere Personen oder Standorte ortsunabhängig zugreifen und Sie Wartung, Updates und Backups nicht selbst übernehmen möchten. Was die jeweilige Wahl konkret bedeutet, zeigen die nächsten beiden Abschnitte:

  • Wer lokal arbeitet, ist bei der Software-Auswahl an sein Betriebssystem gebunden
  • wer seine Daten in der Cloud ablegen möchte, muss hingegen vor allem den Datenschutz im Blick behalten

Wenn Sie lokal arbeiten: die Rolle des Betriebssystems

Fällt Ihre Wahl auf eine lokale Installation, kommt das Betriebssystem ins Spiel, denn der Einsatz von lokal installierter Software ist daran gebunden, dass die Software mit Ihrem bestehenden Betriebssystem (Windows, macOS etc.) kompatibel ist.

  • Viel Auswahl für Windows: Windows-Praxen steht eine große Auswahl an lokal installierbarer Praxissoftware zur Verfügung. Denn die meisten etablierten KV-Systeme wurden für Windows entwickelt, sodass hier praktisch der gesamte Markt offensteht.
  • Nur bedingte Auswahl für macOS: Für den Mac wiederum wurden bisher verhältnismäßig wenige native On-Premise-Lösungen entwickelt. Besonders bekannt für macOS ist die tomedo Praxissoftware.

Zu wenig lokale Praxissoftware für macOS?
Werden Sie bei der limitierten Software-Auswahl für macOS-Praxen nicht fündig, können Sie alternativ zu einer Cloud-Lösung greifen. Daneben haben Sie die Möglichkeit, Windows-Systeme mithilfe einer sogenannten Virtualisierung auch auf Ihrem Mac zu nutzen. Vereinfacht gesagt ist eine Virtualisierung ein Computer im Computer: Ihr Mac startet in einem Fenster eine vollständige Windows-Instanz, fast wie ein zweiter, nachgebildeter Rechner, und darin läuft dann die Windows-Praxissoftware. Das geht allerdings mit laufendem Mehraufwand und entsprechenden Zusatzkosten einher.

Bei Cloud-Software besonders relevant: Datenschutz und Betrieb

Bei einer Cloud-Lösung verlassen die Patientendaten Ihre Praxis und liegen beim Anbieter. Das ist zulässig und verbreitet; doch die Verantwortung für den Datenschutz bleibt weiterhin bei Ihnen als Praxis. Vor der Entscheidung sollten Sie deshalb die folgenden Punkte klären:

  • Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV): Der Anbieter verarbeitet Gesundheitsdaten in Ihrem Auftrag. Dafür ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO Pflicht; ohne ihn dürfen Sie die Daten nicht auslagern.
  • Verarbeitung in der EU: Die Daten müssen in der EU oder einem gleichgestellten Staat verarbeitet werden, damit sie der DSGVO unterliegen. Für Sozial- und Gesundheitsdaten ergibt sich diese Pflicht zusätzlich aus § 35 Absatz 7 SGB I.
  • Schweigepflicht: Mit dem Zugriff auf Patientendaten wird der Anbieter zu einer mitwirkenden Person im Sinne von § 203 StGB. Sie müssen ihn ausdrücklich zur Geheimhaltung verpflichten, sonst kann bereits die Weitergabe strafbar sein.
  • Verschlüsselung und IT-Sicherheit: Die Daten sollten bei der Übertragung und bei der Speicherung verschlüsselt sein. Die verbindlichen technischen Mindestanforderungen für Praxen regelt die IT-Sicherheitsrichtlinie der KBV nach § 390 SGB V.
  • Verfügbarkeit, Backup und Ausstieg: Klären Sie zugesagte Erreichbarkeit, regelmäßige Backups und vor allem, wie Sie Ihre Daten bei einem Anbieterwechsel wieder vollständig herausbekommen.

Sobald Sie sich für ein Betriebsmodell (Cloud-Software vs. lokale Installation) entschieden haben, können Sie im Anbietervergleich gezielt nach Betriebsmodell und Betriebssystem (Windows vs. macOS) filtern.

Worauf ist beim Datenschutz zu achten? In unserem Beitrag zum Thema Datenschutz in der Arztpraxis erhalten Sie alle Infos.

Welche Schnittstellen braucht Ihre Praxissoftware?

Für die Psychotherapie sind vor allem die Schnittstellen KVDT, PAD/PADneXt sowie die Web-Service-Schnittstellen der Testanbieter relevant. Über diese Schnittstellen tauscht Ihre Praxissoftware Daten mit anderen Stellen aus, vor allem mit der Kassenärztlichen Vereinigung, mit externen Abrechnungsdienstleistern und mit Anbietern psychometrischer Testverfahren.

Schnittstelle Verbindung zu Wofür
KVDT Kassenärztliche Vereinigung Überträgt Ihre Quartalsabrechnung im bundeseinheitlichen Format (bei Kassensitz unverzichtbar).
PAD und PADneXt Externe Abrechnungsstelle Exportiert Ihre Privatrechnungen im Standardformat, falls Sie die Privatabrechnung auslagern.
Web-Service-Schnittstelle des Testanbieters Psychometrische Testverfahren (z. B. Hogrefe Testzentrale) Startet Tests aus der Software und übernimmt die Ergebnisse automatisch in die Akte. Anders als die übrigen Schnittstellen handelt es sich hierbei um ein herstellerspezifisches Modul; kein einheitlicher Standard.
GDT Geräte und Messinstrumente In der ärztlichen Psychotherapie gelegentlich relevant, in der psychologischen meist nicht.
LDT Labore In der reinen Psychotherapie in der Regel verzichtbar.

Die Anbindung an psychometrische Testverfahren erfolgt nicht über ein einheitliches Format, sondern in der Regel über eine Webservice-Schnittstelle des jeweiligen Testanbieters. Bei der etablierten Hogrefe Testzentrale etwa läuft die Anbindung über das Hogrefe Software Interface (HSI), welches der jeweilige Praxissoftware-Hersteller als fertiges Modul in seine Lösung integriert. Achten Sie deshalb darauf, ob Ihr System ein solches Testmodul mitbringt.

Privatabrechnung auslagern?
Wer die Privatabrechnung nicht selbst erledigen möchte, kann sie an eine externe Abrechnungsstelle übergeben, die Rechnungsstellung, Mahnwesen und auf Wunsch die Vorfinanzierung übernimmt. Voraussetzung ist, dass Ihr System den Export über PAD oder PADneXt beherrscht.

Kosten, Vertrag und Betrieb

Neben Technik und Funktionen entscheiden im Alltag einige praktische Faktoren über die Zufriedenheit mit der Software, darunter die Kosten, die Kompatibilität mit der Praxisgröße, die Verlässlichkeit vom Support sowie die Vertragsflexibilität:

  • Kosten: Die Kosten lassen sich selten an einer einzigen Zahl festmachen, da sie mit Praxisgröße, Modulen und Betriebsmodell schwanken. Typisch sind:
    • ein einmaliger Kaufpreis oder eine monatliche Mietgebühr,
    • eine Lizenz je Behandler oder Arbeitsplatz,
    • laufende Kosten für TI-Zugang und Kartenterminals (bei Kassensitzen; über eine Pauschale der Krankenkassen mitfinanziert),
    • Aufpreise für Zusatzmodule wie Videotherapie oder Testdiagnostik,
    • einmalige Kosten für Installation, Datenübernahme und Schulung.

Lassen Sie sich alle Posten schriftlich und vollständig aufschlüsseln, um einen möglichst vollständigen, transparenten Überblick zu erhalten. Das gilt besonders unter Berücksichtigung dessen, dass intransparente Preissteigerungen laut der Zi-Befragung 2025 zu den häufigsten Kritikpunkten an Praxissoftware zählten.

  • Praxisgröße: Ihre Praxisgröße bestimmt, wie viel Ihre Software hinsichtlich Nutzerverwaltung und Zugriffsrechten leisten muss. Eine Einzelpraxis kommt mit einer Einzelplatzlizenz aus, wohingegen Praxen mit mehreren Behandlern eine gemeinsame Kartei und ein abgestuftes Rollenmodell brauchen.
  • Support: Da Sie Ihre Praxissoftware bestenfalls über Jahre nutzen, sollte Ihnen auch der Support eine verlässliche Hilfe sein. In der Zi-Befragung 2025 nennen 52 Prozent der Praxen einen schwachen Support als Wechselgrund. Achten Sie daher schon frühzeitig im Auswahlprozess auf feste Ansprechpartner mit zugesagten Reaktionszeiten und einen verlässlichen Update-Service, gerade zum Quartalsende, wenn die KV-Abrechnung fällig ist.
  • Vertrag und Wechsel: Die vertragliche Bindung reicht je nach Anbieter von monatlich bis jährlich. Ein späterer Wechsel ist heute leichter, weil die KBV nach § 371 Abs. 1 SGB V eine einheitliche Wechselschnittstelle vorschreibt: Die Hersteller müssen Ihre Patientendaten in einem standardisierten Format herausgeben, sodass Sie nicht an ein System gebunden bleiben, das nicht mehr passt. Dennoch empfiehlt es sich, schon frühzeitig zu prüfen, für welchen Mindestzeitraum Sie sich an eine Software binden.

Welche Anbieter eignen sich für Psychotherapeuten?

Welches System am besten passt, hängt von Ihren Anforderungen ab, vor allem vom Abrechnungsweg, vom Betriebssystem und von den Funktionen, die Sie im Praxisalltag wirklich brauchen. Deshalb gibt dieser Beitrag bewusst keine einzelne Empfehlung vor. Stattdessen grenzen Sie im folgenden Vergleich selbst ein, was zu Ihrer Praxis passt: Indem Sie nach den Kriterien filtern, die für Sie und Ihre psychotherapeutische Praxis zählen, sehen Sie, welche Systeme infrage kommen.

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Premium-Partner
Cloud (SaaS)
Server in Deutschland

Lucoyo ist eine speziell für psychotherapeutische Praxen entwickelte Plattform für digitales Patienten- und Anfragemanagement, die Therapieanfragen zentral erfasst, Wartelisten aktuell hält, Patienten nach individuellen Kriterien strukturiert, Termine koordiniert und eine DSGVO-konforme Kommunikation ermöglicht; ergänzend bietet Lucoyo einen Telefonservice für die vorgeschriebene telefonische Erreichbarkeit an.

Zielgruppen:
Features
  • Zentrale und intelligente Verwaltung sowie Priorisierung von Therapieanfragen
  • Wartelisten- und Terminmanagement mit automatischer Aktualisierung des Patientenbedarfs
  • Kombination aus digitalem Patientenmanagement und spezialisiertem Telefonservice für Psychotherapiepraxen
Konditionen
Praxissoftware
auf Anfrage
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Konsequente Spezialisierung auf die organisatorischen Anforderungen psychotherapeutischer Praxen
  • Automatische Aktualisierung von Anfragen erleichtert die Pflege großer Wartelisten
  • Telefonservice und digitale Anfrageverwaltung können miteinander kombiniert werden
  • Auf Psychotherapie beschränkt
  • Nicht zur Abrechnung und medizinischen Dokumentation geeignet
  • Keine Schnittstellen vorhanden
KBV-Zertifizierung
On-Premises

tomedo ist eine Apple-native Praxissoftware mit integrierten Modulen für Online-Termine, Videosprechstunde, Patienten-Messenger, digitale Anamnese und KI-gestützte Dokumentation, die Praxisabläufe von der Anmeldung bis zur Dokumentation abbildet.

Zielgruppen:
Features
  • Native Praxissoftware für Mac, iPhone und iPad
  • Stark individualisierbare Arbeitsabläufe mit Aktionsketten und eigenen Formularen
  • Breites Funktionsspektrum für nahezu alle ärztlichen Fachrichtungen
Konditionen
auf Anfrage
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
iOS-App verfügbar
Android-App verfügbar
  • Außergewöhnlich umfangreich individualisierbar
  • Vollwertige mobile Nutzung im Apple-Ökosystem
  • Sehr flexibles Vertragsmodell
  • Konsequente Bindung an Apple-Hardware
  • Höherer Hardwareaufwand bei bestehender Windows-Infrastruktur
  • Einzelne Online-Dienste laufen über ergänzende zollsoft-Produkte
Cloud (SaaS)
Server in Deutschland
ISO 27001
KBV-Zertifizierung

ETERNO Cloud ist ein vollständig browserbasiertes, KBV-zertifiziertes Praxisverwaltungssystem für Arztpraxen, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten und größere ambulante Versorgungsstrukturen, das Dokumentation, Abrechnung, Terminmanagement, digitale Patientenprozesse, TI-Anwendungen und KI-gestützte Automatisierungen in einer Cloudplattform verbindet.

Zielgruppen:
Features
  • Vollständig cloudbasiertes PVS mit integrierter TI und Abrechnung
  • Digitale Patientenprozesse von Buchung bis Dokumentation
  • Native KI-Dokumentation und umfangreiche Praxisautomatisierung
Konditionen
Eterno Cloud pro Arzt (Vollzeit)
299 € (netto)
pro Monat
Eterno Cloud pro Arzt (Teilzeit)
159 € (netto)
pro Monat
Eterno Cloud pro MFA
19,99 € (netto)
pro Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Kein eigener Praxisserver erforderlich
  • Besonders flexibel für mehrere Standorte
  • Hoher Automatisierungsgrad im Praxisalltag
  • Dauerhafte Internetverbindung grundsätzlich erforderlich
  • Keine nativen Desktop- oder Anwender-Apps nachgewiesen
  • Kein aktueller offizieller TI-Score
KBV-Zertifizierung
On-Premises

psyprax ist eine spezialisierte Windows-Praxissoftware für Psychotherapeuten mit Therapie- und Kontingentverwaltung, KV- und Privatabrechnung, Aufgaben- und Terminverwaltung, Warteliste, psychotherapeutischen Formularen sowie umfassender Anbindung an die Telematikinfrastruktur.

Zielgruppen:
Features
  • Spezialisierte Therapie-, Kontingent- und Antragsverwaltung
  • Umfangreiche KV-, Privat- und Selektivvertragsabrechnung
  • Vollständige TI-Anbindung mit eigenem TI-Gateway
Konditionen
Starterpaket
ab 241 €
pro Monat
KV-Praxislizenz
55 €
pro Monat
Privatpraxis-Lizenz
25 €
pro Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Seit Jahrzehnten konsequent auf Psychotherapie spezialisiert
  • Auch für größere therapeutische Strukturen geeignet
  • Vergleichsweise transparente und günstige Lizenzpreise
  • Ausschließlich für Windows entwickelt
  • Keine native mobile Anwender-App
  • Moderne Online-Funktionen teilweise nur über externe Anbieter
Cloud (SaaS)
Server in Deutschland

appointmed ist eine cloudbasierte Praxissoftware für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie, Heilpraktiker und weitere therapeutische Berufe mit Terminplanung, Patientenakte, Dokumentation, Online-Terminbuchung, Abrechnung, Videosprechstunde und nativen Apps für iOS und Android.

Zielgruppen:
Features
  • Cloudbasierte Termin-, Patienten- und Praxisverwaltung für therapeutische Berufe
  • Flexible Dokumentation mit Formularen, Bodycharts und mobilen Apps
  • Online-Terminbuchung, Videosprechstunde und Privatabrechnung
Konditionen
MINI
45 €
pro Nutzer und Monat
BASIC
85 €
pro Nutzer und Monat
zzgl. nutzungsabhängige Kosten
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
iOS-App verfügbar
Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Sehr breite Unterstützung therapeutischer Berufsgruppen
  • Ortsunabhängig auf nahezu allen Geräten nutzbar
  • Transparente Preise und umfangreicher persönlicher Support
  • Keine deutsche GKV- beziehungsweise KV-Abrechnung
  • Für die Nutzung ist dauerhaft Internet erforderlich
  • Reguläre Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten
ISO 27001
KBV-Zertifizierung
On-Premises

psyx ist eine Praxissoftware von medatixx für Psychotherapeuten mit spezialisierter Therapie- und Antragsverwaltung, psychologischen Testverfahren, Terminplanung, KV- und Privatabrechnung, mobilen Apps und integrierter Telematikinfrastruktur.

Zielgruppen:
Features
  • Spezialisierte Therapie-, Sitzungs- und Antragsverwaltung für Psychotherapie
  • Psychologische Testverfahren und individuelle Behandlungsprotokolle
  • Integrierte TI mit mobilen und modularen Erweiterungsmöglichkeiten
Konditionen
Grundpreis inkl. TI as a Service
213 € (netto)
pro Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
iOS-App verfügbar
Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Sehr konsequent auf psychotherapeutische Arbeitsabläufe zugeschnitten
  • Auch für größere Praxisstrukturen flexibel erweiterbar
  • Breites digitales Ökosystem rund um die Kernsoftware
  • Viele Zusatzfunktionen nur gegen Aufpreis
  • Desktopsoftware auf Windows ausgerichtet
  • Keine eigene native Patienten-App
ISO 27001
KBV-Zertifizierung
On-Premises

EPIKUR ist eine modular aufgebaute Praxissoftware für Psychotherapeuten und Ärzte, die nativ unter Windows, macOS und Linux läuft und Patientenverwaltung, Dokumentation, Terminplanung, KV- und Privatabrechnung, psychotherapiespezifisches Antrags- und Therapiemanagement sowie umfangreiche TI- und – mit e-therapie ONLINE – mobile Patientenkommunikationsfunktionen verbindet.

Zielgruppen:
Features
  • Psychotherapiespezifisches Antrags- und Therapiemanagement
  • Native Unterstützung von Windows, macOS und Linux
  • Mobile Patientenkommunikation mit Apps und KI-Funktionen
Konditionen
Lizenz
280 € (netto)
einmalig
Softwarepflege
ab 59,50 € (netto)
pro Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Besonders tief auf psychotherapeutische Abläufe zugeschnitten
  • Plattformübergreifend ohne Windows-Zwang einsetzbar
  • Moderne Online-Erweiterungen bei lokaler PVS-Basis
  • Modularer Aufbau kann zusätzliche Kosten verursachen
  • Android-Apps aktuell noch nicht sicher veröffentlicht
  • Aktueller TI-Score nur E
KBV-Zertifizierung
On-Premises

Smarty ist eine lokal installierte Windows-Praxissoftware für Psychotherapeuten und Ärzte mit Schwerpunkten in Psychotherapie, Psychiatrie, Neurologie und Anästhesie, die Patientenverwaltung, Dokumentation, Terminplanung, KV- und Privatabrechnung, TI-Funktionen sowie spezialisierte Zusatzmodule bis hin zur KI-gestützten Gesprächsdokumentation verbindet.

Zielgruppen:
Features
  • Spezialisierte Praxisverwaltung für Psychotherapie und ausgewählte ärztliche Fachrichtungen
  • Umfangreiche KV-, Privat- und TI-Funktionen
  • KI-gestützte Gesprächsdokumentation mit NEMO
Konditionen
Psychotherapie (KV-Zulassung)
199 €
einmalig
Psychotherapie (KV-Zulassung)
419 €
pro Monat
Psychotherapie Privatpraxis
99 €
einmalig
Psychotherapie Privatpraxis
144 €
pro Monat
Serverversion (Lizenz)
ab 499 €
einmalig
Serverversion
499 €
jährlich
NEMO
39 € (netto)
pro Nutzer pro Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
iOS-App verfügbar
Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Sehr umfangreiche psychotherapiespezifische Funktionen
  • Breites Angebot an spezialisierten Zusatzmodulen
  • Persönlicher Support ohne zusätzliche Supportgebühren
  • Desktopversion auf Windows beschränkt
  • Zahlreiche Erweiterungen separat kostenpflichtig
  • Keine eigene Patienten-App
KBV-Zertifizierung
On-Premises

psychodat von ergosoft ist eine lokal installierte Windows-Praxissoftware speziell für Psychotherapeuten mit psychotherapiespezifischer Dokumentation, Gruppen- und Antragsverwaltung, Terminplanung, KV- und Privatabrechnung, TI-Anbindung sowie optionalen Modulen für Videosprechstunde, Testdiagnostik und QS AmbPT.

Zielgruppen:
Features
  • Spezialisierte Therapie-, Antrags- und Gruppenverwaltung für Psychotherapie
  • KV- und Privatabrechnung mit automatischen Leistungsvorschlägen
  • Umfangreiche TI-Anbindung mit integriertem psychotherapeutischem Workflow
Konditionen
psychodat lite
ab 17,34 €
pro Monat
psychodat eco
ab 17,34 €
pro Monat
psychodat neo
ab 38,00 €
pro Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Sehr konsequent auf psychotherapeutische Arbeitsabläufe ausgerichtet
  • Besonders umfangreiche Gruppen- und Dokumentationsfunktionen
  • Niedriger Einstiegspreis
  • Ausschließlich für Windows verfügbar
  • Keine nativen mobilen Apps
  • Mehrere Komfortfunktionen nur in höheren Tarifen oder Zusatzmodulen
KBV-Zertifizierung
On-Premises

Med7 ist ein lokal installiertes Windows-Praxisverwaltungssystem für Ärzte, Psychotherapeuten und MVZ mit KV- und Privatabrechnung, Terminverwaltung, elektronischer Karteikarte, Labor- und Geräteanbindungen sowie umfangreicher Unterstützung der Telematikinfrastruktur.

Zielgruppen:
Features
  • Schnelle KV- und Privatabrechnung mit umfangreichen Kontrollfunktionen
  • Flexible lokale Praxisverwaltung für Einzelpraxis bis MVZ
  • Breite Geräte-, Labor- und TI-Anbindung
Konditionen
Lizenz
700 € (netto)
einmalig
Pflege und Support
35 € (netto)
pro Monat
zusätzliche Arbeitsplätze
kostenfrei
Update-Service
kostenfrei
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Außergewöhnlich niedrige laufende Kosten
  • Beliebig viele Ärzte und Arbeitsplätze ohne Aufpreis
  • Auch mit vergleichsweise einfacher Hardware einsetzbar
  • Ausschließlich für Windows verfügbar
  • Keine nativen mobilen Apps
  • Viele moderne Zusatzfunktionen nur über externe Lösungen
KBV-Zertifizierung
On-Premises

Elefant von HASOMED ist eine lokal installierte Windows-Praxissoftware speziell für Psychotherapeuten, die Patientenverwaltung, psychotherapiespezifisches Antrags- und Therapiemanagement, Terminplanung, KV-, Privat- und Selektivabrechnung sowie umfangreiche TI-Funktionen in einem spezialisierten PVS verbindet.

Zielgruppen:
Features
  • Psychotherapiespezifisches Antrags- und Therapiemanagement
  • KV-, Privat- und Selektivabrechnung mit Plausibilitätsprüfung
  • Umfangreiche integrierte TI-Unterstützung
Konditionen
Elefant XS
19,90 € (netto)
pro Monat
Elefant S
91,89 € (netto)
pro Monat
Elefant M
256,80 € (netto)
pro Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Sehr konsequent auf psychotherapeutische Abläufe zugeschnitten
  • Umfangreiches Beratungs- und Supportangebot
  • Auch für komplexere Praxisstrukturen geeignet
  • Ausschließlich unter Windows nutzbar
  • Keine nativen mobilen Apps
  • Mindestvertragslaufzeit von zwölf Monaten
Cloud (SaaS)
Server in Deutschland

Patientify ist eine vollständig browserbasierte Praxissoftware für Privatärzte, Psychotherapeuten und verschiedene Heilberufe, die Patientenakte, Terminmanagement, Online-Anamnese, Abrechnung, Patientenkommunikation, Videosprechstunde und Zahlungsprozesse in einer Cloudlösung bündelt.

Zielgruppen:
Features
  • Browserbasierte Praxisverwaltung speziell für Privatmedizin und Heilberufe
  • Flexible Privat- und Heilmittelabrechnung mit integrierten Zahlungsprozessen
  • Digitale Patientenprozesse von Online-Buchung bis Patientenportal
Konditionen
Starter
39 € (netto)
pro Monat
Pro
79 € (netto)
pro Monat
zusätzlicher Behandler (Pro-Tarif)
39 € (netto)
pro Monat
Videosprechstunde
15 € (netto)
pro Monat
SumUp-Terminal
5 € (netto)
pro Monat
Automatisierungen
5 € (netto)
pro Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Sehr niedrige Einstiegskosten
  • Schnell ohne eigene IT-Infrastruktur einsetzbar
  • Klare Spezialisierung auf Privatpraxen und Heilberufe
  • Für klassische GKV-Vertragsarztpraxen ungeeignet
  • Keine TI-Anbindung
  • Keine nativen mobilen Apps
KBV-Zertifizierung
On-Premises

MEDICAL OFFICE ist eine modular aufgebaute Praxissoftware für Arztpraxen, MVZ, therapeutische Praxen und Krankenhausambulanzen mit umfangreichen Funktionen für Dokumentation, Abrechnung, Termin- und Ressourcenmanagement, TI, Patientenkommunikation und zunehmend auch KI-gestützte Prozesse.

Zielgruppen:
Features
  • Umfangreiches modulares PVS für nahezu alle ärztlichen Fachrichtungen
  • Breite Abrechnungs-, TI- und Praxismanagementfunktionen
  • Integrierte Online-, Mobil- und KI-Lösungen
Konditionen
MEDICAL OFFICE Light
59 € (netto)
pro Monat
MEDICAL OFFICE Professional
109 € (netto)
pro Monat
MEDICAL OFFICE Enterprise
auf Anfrage
Zusätzlicher Arbeitsplatz
20 € (netto)
pro Monat
KI-Telefonassistent
180 € (netto)
pro LANR und Monat
Videosprechstunde
40 € (netto)
pro LANR und Monat
Onlineterminplanung
65 € (netto)
pro LANR und Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
iOS-App verfügbar
Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Besonders umfangreiches Modulsystem
  • Gut für komplexe und größere Organisationsstrukturen skalierbar
  • Viele spezialisierte Fachmodule verfügbar
  • Klassische lokale Windows-Infrastruktur erforderlich
  • Zahlreiche Funktionen verursachen zusätzliche monatliche Kosten
  • Umfangreiches Modulsystem kann die Konfiguration komplex machen
Cloud (SaaS)
Server in Deutschland
KBV-Zertifizierung

RED medical ist eine cloudbasierte Praxissoftware mit Schwerpunkt Psychotherapie, die Dokumentation, Therapie- und Bewilligungsmanagement, KV- und Privatabrechnung, Terminverwaltung, psychologische Testverfahren, Videosprechstunde und TI-Anwendungen vollständig webbasiert verbindet.

Zielgruppen:
Features
  • Spezialisierte Therapie- und Bewilligungsverwaltung
  • Cloudbasierte Praxissoftware mit integrierter TI
  • Integrierte Videosprechstunde und psychologische Testverfahren
Konditionen
Privatpraxis
19 € (netto)
pro Therapeut und Monat
Kassenpraxis
49 € (netto)
pro Therapeut und Monat
Mitarbeiter ohne LANR
15 € (netto)
pro Nutzer und Monat
Lizenz pro Praxis
499 € (netto)
einmalig pro Praxis
Lizenz pro Therapeut
199 € (netto)
einmalig pro Therapeut
Inbetriebnahme
299 € (netto)
einmalig
Datenübernahme inkl. Test
500 € (netto)
einmalig
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
keine iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
  • Sehr konsequent auf Psychotherapieprozesse zugeschnitten
  • Orts- und geräteunabhängig ohne eigenen Praxisserver
  • Besonders geringer Aufwand für die technische Administration
  • Schwerpunkt auf Psychotherapie und Poolärzten
  • Für die Nutzung grundsätzlich Internetverbindung erforderlich
  • Kündigung nur mit drei Monaten zum Quartalsende
KBV-Zertifizierung

T2med ist eine moderne, plattformübergreifende Praxissoftware für niedergelassene Ärzte und MVZ, die Praxisverwaltung, Dokumentation, Abrechnung, Terminmanagement, Patientenkommunikation und Telematikinfrastruktur in einer einheitlichen Lösung verbindet.

Zielgruppen:
Features
  • Plattformübergreifendes PVS für Windows, macOS und Linux
  • Umfangreiche integrierte Praxis-, Abrechnungs- und TI-Funktionen
  • Mobile Arzt- und Patientenlösungen mit T2med-App und PatMed
Konditionen
Praxislizenz
1.900 €
einmalig pro Praxis
Softwarepflege pro Praxis
115 €
pro Monat
Arztlizenz
900 €
einmalig pro Arzt
Softwarepflege pro Arzt
46 €
pro Monat
Betriebssystem:
macOS (Apple)
Windows (Microsoft)
Linux
Browserbasiert (jedes Betriebssystem)
Arzt-App:
iOS-App verfügbar
keine Android-App verfügbar
Patienten-App:
iOS-App verfügbar
Android-App verfügbar
  • Ungewöhnlich breite Betriebssystemunterstützung
  • Viele Funktionen ohne separate Zusatzmodule
  • Moderne FHIR-API für externe Anwendungen
  • Klassisches lokales Serverkonzept statt reinem Cloud-PVS
  • Einmalige Lizenzkosten zusätzlich zur laufenden Softwarepflege
  • Native Arzt-App derzeit nur für Apple-Geräte

Tipp: Praxissoftware vor der Entscheidung ausprobieren
Bevor Sie sich festlegen, sollten Sie jedes System praktisch erproben: Eine Live-Demo zeigt die Bedienung, ein kostenloser Testzugang lässt Sie Dokumentation und Abrechnung mit einem echten Fall durchspielen. Zusätzlich lohnt der Austausch mit Kollegen, die das System bereits im Alltag nutzen.

Checkliste: Auswahl einer Praxissoftware für Ihre psychotherapeutische Praxis

  • Pflicht und Abrechnung
    • Abrechnungsweg: Welchen Abrechnungsweg muss Ihre Praxissoftware unterstützen? Rechnen Sie über die KV ab, privat oder beides?
    • KBV-Zulassung und TI (bei Kassensitz): Ist das System KBV-zugelassen, hat es die KOB bestanden und unterstützt es die Telematikanwendungen?
    • Privatabrechnung: Sind GOÄ und GOP samt der relevanten Analogziffern hinterlegt?
    • Abrechnungsexport: Gibt es eine PAD- oder PADneXt-Schnittstelle für die Auslagerung an eine Abrechnungsstelle?
  • Funktionen
    • Antrags- und Berichtswesen: Unterstützt das System Anträge, Gutachterberichte und die Kontingentverwaltung?
    • Testdiagnostik: Lassen sich Testverfahren wie z. B. die Hogrefe Testzentrale anbinden?
    • Gruppentherapie: Lassen sich Gruppensitzungen mit mehreren Teilnehmern verwalten und abrechnen?
    • Videotherapie: Ist eine gesicherte Videosprechstunde integriert?
    • Qualitätssicherung: Werden die QS-Verfahren der ambulanten Psychotherapie unterstützt?
  • Technik
    • Betriebssystem und Betriebsmodell: Passt das System zu Ihrem Betriebssystem (Windows oder macOS) und zum gewünschten Betriebsmodell (lokal oder Cloud)
    • Datensicherheit: Sind Verschlüsselung, Rollenrechte, automatische Backups und bei Cloud-Systemen ein EU-Serverstandort gegeben?
    • Praxisform und Größe: Unterstützt das System Mehrplatzbetrieb und, bei Gemeinschaftspraxis oder MVZ, Mandantenfähigkeit?
  • Vertrag und Service
    • Kosten: Haben Sie ein schriftliches Komplettangebot mit allen Modulen und laufenden Gebühren erhalten?
    • Testphase: Können Sie die Software vor dem Kauf kostenlos testen?
    • Service und Support: Sind regionale Partner, Schulungen und erreichbarer Support vorhanden?
    • Wechsel und Bindung: Ist die begleitete Datenübernahme zugesichert, und wie lange läuft der Vertrag?

Fazit: So finden Psychotherapeuten die passende Praxissoftware

Die richtige Praxissoftware für Psychotherapeuten ergibt sich zuerst aus dem Abrechnungsweg. Mit Kassensitz brauchen Sie ein KBV-zugelassenes System mit Konformitätsbewertung und Telematikanbindung; in der reinen Privatpraxis genügt eine schlankere Lösung, die GOÄ und GOP samt der Analogziffern seit Juli 2024 abbildet und sich bei Bedarf an eine Abrechnungsstelle anbinden lässt.

Hinsichtlich der Funktionen sind vor allem das Antrags- und Berichtswesen, die Kontingentverwaltung, die Testdiagnostik und die Videotherapie besonders ausschlaggebend. Klären Sie zuerst die Pflichtpunkte, verschaffen Sie sich anschließend einen Überblick über die Praxissoftware, die für Ihr bestehendes Betriebssystem infrage kommt, prüfen Sie Schnittstellen, Support und Kosten und testen Sie anschließend Ihre engere Auswahl, bevor Sie sich final auf eine Praxissoftware für Ihre Psychotherapiepraxis festlegen.

Häufige Fragen zur Praxissoftware für Psychotherapeuten

Die beste Praxissoftware für Psychotherapeuten hängt von Ihrem Abrechnungsweg, Ihrem Betriebssystem und den Funktionen ab, die Sie in Ihrer Praxis benötigen. Für psychotherapeutische Praxen mit Kassensitz sind Elefant, psyprax, Epikur und SMARTY weit verbreitet. Für eine reine Privatpraxis kommen zusätzlich schlanke Lösungen ohne Telematikanbindung infrage, etwa Tymia, appointmed oder TheraPsy.

Nein. Die KBV-Zulassung ist ausschließlich dann erforderlich, wenn Sie gesetzlich Versicherte über die KV abrechnen. Eine reine Privatpraxis kommt ohne diesen Weg aus. Private Psychotherapiepraxen können daher auch eine Praxissoftware ohne KBV-Zulassung und ohne Anbindung an die Telematikinfrastruktur nutzen.

Ja, für psychotherapeutische Praxen, die macOS als Betriebssystem nutzen, wurde tomedo nativ entwickelt. Auch Epikur und MEDYS können auf dem Mac installiert werden. Browserbasierte Systeme wie RED medical oder appointmed können wiederum unabhängig vom Betriebssystem verwendet werden. Klassische Windows-Systeme wie Elefant, psyprax oder SMARTY laufen auf dem Mac dagegen nur über eine sogenannte Virtualisierung.

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Christoph Lay
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