Mit der Bestellpraxis ist eine Organisationsform einer Arztpraxis gemeint, bei der Patienten vor dem Arztbesuch einen Termin vereinbaren müssen. So wird sichergestellt, dass jedem Patienten genügend Zeit zur Behandlung zur Verfügung steht.
Für die Praxis hat das den Vorteil, dass das Patientenaufkommen gleichmäßig verteilt werden kann. Die Patienten profitieren gleichzeitig von meist kürzeren Wartezeiten, da der jeweilige Zeitrahmen für sie reserviert wurde. Die Umsetzung einer Bestellpraxis ermöglicht somit eine effizientere Organisation der Praxisabläufe und eine bessere Planbarkeit für sowohl Ärzte als auch Patienten. Das Gegenteil der Bestellpraxis ist die offene Sprechstunde, bei der die Patienten den Arzt ohne eine vorherige Terminvereinbarung aufsuchen dürfen.
Der Vorteil einer Bestellpraxis kann gleichzeitig auch zu einem Nachteil werden. Fällt ein Patiententermin spontan aus, lässt sich dieser Termin kurzfristig nur schwer neu vergeben. Aus diesem Grund können Ärzte mit Ihren Patienten ein sogenanntes Ausfallhonorar vereinbaren, welches unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Entschädigungszahlung des Patienten an den Arzt führt.
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